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26 April, Sonntag

46.000 Besucher stellen neuen Rekord bei "Anlassen" auf

Strahlender Sonnenschein, tausende Motorräder und eine einzigartige Atmosphäre: Der traditionsreiche Motorrad-Gottesdienst „Anlassen“ am Nürburgring hat in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Insgesamt 46.000 Biker strömten in die Eifel und machten den Nürburgring einmal mehr zum Treffpunkt der europäischen Motorradszene. Bereits seit den Morgenstunden füllten sich nach und nach...
46.000 Besucher stellen neuen Rekord bei "Anlassen" auf

26.04.2026

Strahlender Sonnenschein, tausende Motorräder und eine einzigartige Atmosphäre: Der traditionsreiche Motorrad-Gottesdienst „Anlassen“ am Nürburgring hat in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Insgesamt 46.000 Biker strömten in die Eifel und machten den Nürburgring einmal mehr zum Treffpunkt der europäischen Motorradszene. Bereits seit den Morgenstunden füllten sich nach und nach das Grand-Prix-Fahrerlager, die AMG Arena sowie weitere Bereiche der Strecke mit Motorrädern aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Die enorme Resonanz übertraf dabei nochmals die starke Beteiligung der Vorjahre und sorgte für ein beeindruckendes Gesamtbild aus tausenden Maschinen, Benzingesprächen und echter Gemeinschaft. Auch dieses Jahr bot „Anlassen“ ein vielseitiges Programm für Motorradfans. Neben den bewährten Safety-Demonstrationen gemeinsam mit Partnern wie POLO Motorrad oder der Motorradstaffel des Polizeipräsidiums Koblenz, standen die Trial-Show des AAC Bad Neuenahr sowie die geführten Ausfahrten des Dortmunder Motorsport-Club auf der Grand-Prix-Strecke auf dem Programm. Angebote wie der Leistungsprüfstand, die Helmputzaktion oder der POLO Pit Bike Parcours stießen ebenso auf große Resonanz wie die Trainingsangebote von Doc Scholl und dem ADAC sowie die „ADAC Road Racing Academy“ für den Nachwuchs. Auch Einblicke in die Arbeit des Nürburgring Medical Centers und der Austausch mit Ausstellern wie Öhlins wurden von den Besuchern intensiv genutzt. Gleichzeitig nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, sich im Blutspendemobil oder bei der Stefan-Morsch-Stiftung für den guten Zweck zu engagieren. Mitmachangebote und soziales Engagement trafen bei „Anlassen“ auf eine durchweg positive, gemeinschaftliche Atmosphäre. Emotionale Highlights bildeten erneut die traditionellen Programmpunkte: Beim ökumenischen Gottesdienst am Nachmittag spendeten Pastor Klaus Kohnz und Andrea Thon-Stein den Segen für eine unfallfreie Motorradsaison. Unmittelbar im Anschluss folgte der gemeinsame Korso über die legendäre Nordschleife. Zehntausende Motorräder setzten sich in Bewegung und fuhren in ruhigem Tempo über die 20,832 Kilometer der „Grünen Hölle“ – ein Moment, der die besondere Atmosphäre von „Anlassen“ eindrucksvoll unterstrich. Nürburgring reagiert mit weiteren Flächen auf hohen Andrang„Wir waren operativ sehr gut vorbereitet – gerade mit Blick auf die Wetterprognosen, die bei einem Motorradtreffen naturgemäß eine Rolle spielen. Aufgrund des großen Besucheraufkommens haben wir zusätzliche Flächen und Parkplätze im Außenbereich geöffnet, um die Eventflächen rund um das Grand-Prix-Fahrerlager und die geöffneten Teile der Strecke gezielt zu entlasten“, so Nürburgring-Geschäftsführer Ingo Böder. „Der neue Besucherrekord zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert ‚Anlassen‘ für die Motorradszene hat. Diese Mischung aus Leidenschaft, Gemeinschaft und gegenseitigem Respekt macht die Veranstaltung jedes Jahr aufs Neue besonders. Für uns ist es beeindruckend zu sehen, wie sich der Nürburgring an diesem Tag in einen Treffpunkt für Motorradfans aus ganz Europa verwandelt.“ Ausblick: Weitere Zweirad-Höhepunkte am NürburgringMit dem erfolgreichen Saisonauftakt durch „Anlassen“ richtet sich der Blick nun auf einen ereignisreichen Zweirad-Sommer am Nürburgring. Bereits am 09. Mai sorgt die Bike Force im Rahmen der Low Scty PS Arena als größte Stuntbike Competition Europas für spektakuläre Action. Vom 21. bis 24. Mai steht mit dem ADAC / DMC Reinoldus Race Weekend der Breitensport im Mittelpunkt. Ein besonderes Highlight für Nostalgiker folgt beim BELMOT Oldtimer-Grand-Prix (07. bis 09. August), bei dem unter anderem Nordschleifen-Rekordhalter Helmut Dähne mit seiner legendären BMW R90S aus der TT-Saison 1976 erwartet wird. Den historischen Faden nimmt auch der Kölner Kurs am 22. und 23. August auf, bevor mit der EURO MOTO – bislang bekannt als IDM – vom 04. bis 06. September das große Rennwochenende die Zweiradsaison am Nürburgring abrundet.

Die Rennleitung wird zum Beifahrer

24.04.2026

Bei den 24h Nürburgring werden Sicherheit und Fairness bei Vorfällen auf der über 25 Kilometer langen Nordschleife in diesem Jahr auf ein neues Level gehoben. Alle Fahrzeuge – vom GT3-Boliden bis zum seriennahen Produktionswagen – müssen ab 2026 mit einem Videotelematik-System auf Basis von „GPS-Auge“ ausgestattet sein. Das App-basierte Informations- und Überwachungssystem war in der Rennleitungsversion bereits zuvor ein wichtiges Werkzeug, etwa um die Überwachung von Code-60-Zonen zu gewährleisten. Nun wird es durch einen jederzeit möglichen direkten Blick aus der Cockpitperspektive ergänzt. Dabei muss die Kamera die Sicht des Fahrers auf die Strecke wiedergeben – Rennleiter und Sportkommissare erhalten so ein weiteres Tool, um einen sauberen Rennablauf und ein hohes Maß an Fairness zu gewährleisten. Live-Zugriff auf OnboardkamerasDer Clou am neuen System: die Rennleitung kann über die GPS-Auge-App live auf das Videomaterial zugreifen. „Wir können uns über die App theoretisch auf jedes Fahrzeug live aufschalten“, erklärt Rennleiter Walter Hornung. „So können wir die Situationen aus der Sicht des Fahrers beobachten.“ Die Verantwortlichen erhalten damit aber auch einen schnellen Überblick über eine Gefahrenstelle, die im Blickfeld vorbeifahrender Teilnehmer auftaucht. Damit ist die neue Technik weit mehr als eine herkömmliche Onboard-Kamera. Denn nun gibt es erstmals die Möglichkeit, live auf das Videomaterial jedes Fahrzeuges zuzugreifen. Wichtige Sequenzen können für spätere Auswertungen per Remote-Zugriff heruntergeladen werden, ohne dass ein Techniker zum Fahrzeug in die Box oder das Fahrerlager kommen muss – sogar im laufenden Rennbetrieb. Mehr Fairness durch mehr VideomaterialNeben der Sicherheit dient das System vor allem der sportlichen Fairness. „Bei Unfällen oder strittigen Situationen können wir uns unmittelbar die Videos der Beteiligten sowie der unmittelbar dahinterfahrenden Fahrzeuge anschauen“, so Hornung weiter. Dies ermöglicht eine neutrale Beurteilung des Hergangs und macht beispielsweise auch Flaggenvergehen nachvollziehbarer. Das GPS-Auge System kann Videos sogar automatisch herunterladen. So wurden schon in der Vergangenheit Code-60-Vergehen automatisch erkannt. Nun werden für die betroffenen Fahrzeuge auch die dazugehörigen Videoszenen direkt in der App hinterlegt und müssen durch die Verantwortlichen nur noch gesichtet werden: Konnte der Fahrer ein Flaggensignal erkennen? Das können die Regel- und Fairnesswächter ab sofort selbst beurteilen. Langes Warten auf Videomaterial ist passé. Klare PositionsvorgabenDie Platzierung der Kamera ist durch das Reglement eindeutig vorgegeben: Sie muss im Auto so montiert sein, dass eine freie Sicht nach vorne und auf den Fahrbahnverlauf gewährleistet ist. Das Sichtfeld der Kamera sollte dem Sichtfeld des Fahrers entsprechen, ohne die Sicht des Fahrers zu behindern oder einzuschränken. Dabei sind die Teams für die funktionsgerechte Montage selbst verantwortlich. Mit diesem System werden die Piloten noch genauer überwacht. Auf diese Weise werden Diskussionen darüber, was in einer Situation auf der Rennstrecke zu sehen war, werden objektiver. Das schließt einerseits „Versteckmöglichkeiten” für Fahrer. Auf der anderen Seite können nun Vorgänge besser aus ihrer Sicht nachvollzogen und bewertet werden – natürlich auch zur Entlastung von Teilnehmern und vor allem, um die sportliche Fairness bei komplizierten Rennsituationen zu steigern.

Ticket mit exklusiven Zusatzleistungen: 24h Newcomer Package ab sofort erhältlich

21.04.2026

Wer die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zum ersten Mal als Besucher erlebt, der bekommt nicht nur jede Menge Top-Rennsport geboten. Die Festival-Atmosphäre im riesigen Event-Areal ist auch mit einer Menge Trubel verbunden – inklusive einer hohen Auslastung an vielen Hotspots rund um Strecke. Um den Einstieg leicht und komfortabel zu machen, schnüren die Veranstalter jetzt ein attraktives neues Leistungsbündel: Das 24h Newcomer Package richtet sich vor allem an internationale Gäste, die erstmals am Ring sind. Sie erhalten eine klare, planbare Kombination aus Eventticket (4 Tage) und exklusiven Zusatzleistungen, die ihr Geld alle Male wert sind: 86 € fallen als Basispreis für das Ticket an – optional sind Parkplatz oder Campingareal dazu buchbar. Infos und Ticket-Direktlinks gibt es hier: Das Basisangebot des 24h Newcomer Packages gilt von Mittwoch bis Sonntag und bietet alle Leistungen des regulären Event-Tickets. Dazu zählen der Zugang zu den geöffneten Tribünen an der Grand-Prix-Strecke, zu den Zuschauerbereichen an der Nordschleife sowie den Eintritt ins Fahrerlager. Auch alle Fan-Highlights wie Pitwalk, Trackwalk und die Drift-Show sind natürlich enthalten. Der Aufpreis von 12 Euro auf das Eventticket sichert den Käufern ein komfortables Rennerlebnis. Denn als exklusive Zusatzleistung kommt der Zutritt zu den Tribünen T10a und T10b im Bereich der Michael-Schumacher-S hinzu, der ausschließlich Ticketinhabern des Pakets vorbehalten ist. Eine Sitzplatzreservierung ist damit nicht verbunden. Innerhalb des Bereichs gilt weiterhin freie Platzwahl. Zusätzlich wird für diesen Tribünenbereich eine eigene Videowand aufgebaut, damit Ticketinhaber die Renn-Action jederzeit im Blick behalten – auch wenn sich das Geschehen gerade in einem anderen Streckenabschnitt abspielt. Optional dazubuchen: Parken und Campen in der Nähe der Exklusiv-TribüneAls weitere exklusive Leistungen können ausschließlich Käufer des 24h Newcomer Packages einen Parkplatz oder die Campingmöglichkeit im Bereich Müllenbach zubuchen. Zur Auswahl steht auf dem genutzten Bereich C6 alternativ eine Fünf-Tage-Parkberechtigung (50 € / Fahrzeug) oder alternativ eine Campingberechtigung (100 € / Person inkl. Fahrzeug und Wohnwagen bzw. Wohnmobil). Beide Leistungen gelten jeweils von Mittwoch bis Sonntag – also für die Tage mit besonders großem Besucherandrang. Camping gilt als Pauschale für die 24h und ist ebenfalls von Mittwoch bis Sonntag nutzbar. Für Nutzer des Campingangebots steht die typische Ausstattung der temporären Campingplätze rund um den Nürburgring bereit: Temporäre Sanitäranlagen (WC/Duschen) sind vorhanden, Stromanschlüsse werden nicht angeboten. Das Angebot ist strikt limitiert und wird verkauft, solange verfügbar. Der Vorverkauf läuft ab sofort. 24H NEWCOMER PACKAGE IM ÜBERBLICK 💸 Preise•     24h Newcomer Package (Basisticket): 86,00 Euro / Person•     Optional: Parkticket (Mi. – So., Areal C6): 50,00 Euro / Fahrzeug•     Optional: Camping (Mi. – So., Areal C6, inkl. Fahrzeug und Wohnwagen bzw. Wohnmobil): 100,00 Euro / Person 🎟️ Basisleistungen Event-Ticket (enthalten)•     Freie Platzwahl auf allen geöffneten Tribünen (Grand-Prix-Strecke)•     Zugang zu allen geöffneten Zuschauerbereichen an der Nordschleife•     Eintritt ins Fahrerlager•     Zugang zu Pitwalk, Trackwalk und Drift-Show sowie zur Fanmeile auf dem ring°boulevard. 🫱🏼‍🫲🏼 Exklusive Zusatzleistungen•     Park- / Campingareal C6 ist ausschließlich für die Käufer des 24h Newcomer Packages reserviert, Anreise ab Mittwoch möglich•     Exklusiver Tribünenbereich T10a / T10b (Blick auf Michael-Schumacher-S, Zutrittskontrolle, keine Sitzplatzreservierung)•     Eigene Videowand für Tribünenbereich T10a / T10b ℹ️ Buchung•     Infos und Tickets gibt es hier.

24h Qualifiers: Scherer PHX holt den Sieg beim Sonntagsrennen

19.04.2026

Bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers gab es an diesem Wochenende ein Wechselbad der Motorsport-Gefühle. Nachdem das erste Rennen am Samstag nach einem tragischen Unfall schon in der Startphase abgebrochen werden musste, gefiel Rennen 2 am Sonntag den Fans mit einem packenden Verlauf. Als Sieger wurden nach 28 Runden Christopher Haase / Alexander Sims / Ben Green, Scherer Sport PHX-Audi R8 LMS GT3 evo II #16 abgewinkt. Sie hatten im Ziel einen Vorsprung von 28,024 Sekunden auf Luca Engstler / Mirko Bortolotti / Patric Niederhauser, Abt-Lamborghini Huracan GT3 EVO2, #84. Mit dem 24h-Qualifiers-Wochenende endet auch die Vorbereitungsphase auf die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vom 14. bis 17. Mai 2026. Der Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife verspricht eine Fortsetzung der spannenden Duelle beim Prolog und jede Menge Top-Motorsport. Bereits kurz vor Ende der Nennungsfrist steht fest, dass die Obergrenzen von 150 möglichen Startern beim größten Langstreckenrennen der Welt in diesem Jahr erreicht wird.  Im Top-Qualifying war es Thierry Vermeulen, der im Ferrari 296 GT3 Evo26 #45 die Bestzeit mit einem denkbar knappen Vorsprung von einer Tausendstel Sekunde vor David Jahn im BMW M4 GT3 Evo #23 fuhr. Den Ferrari von Realize Kondo Racing übernahm beim Start Dennis Marschall, der die Führung nur kurz verteidigen konnte. Denn schon bald wurde der Italo-Racer von den Verfolgern kassiert und fiel in Runde drei nach einem Leitplankenkontakt aus. Für das ganz große Rennsport-Kino sorgten anschließend Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3 #3 und Christopher Haase im Scherer-Audi R8 LMS GT3 evo II #16: Beide lieferten sich einen aufsehenerregenden Kampf mit Windschatten-Duellen und Überhol-Versuchen. Der vierfache Formel-1-Weltmeister behielt zunächst die Überhand und dominierte als Führender die ersten rund eineinhalb Rennstunden, bevor ihn ein Defekt am Frontsplitter nach Runde zehn für eine halbstündige Reparaturpause an die Box zwang. Mitreißender Motorsport auch beim packenden FinishAm Ende war es das Team Scherer PHX, das sich mit seinem Audi R8 LMS GT3 evo II #16 durchsetzen konnte. „Unser Wochenende war ein Up and Down“, analysierte Christopher Haase die Scherer-PHX-Sicht der Dinge. „Wir hatten mit den Regenbedingungen heute wirklich zu kämpfen. Ich hatte auch einen kleinen Einschlag in den Reifenstapeln. Wir haben uns wirklich schwergetan, das Auto zum Arbeiten zu bekommen. Im Top Qualifying hat sich das ganze Bild wieder geändert und der Audi ging ziemlich gut, fast perfekt. Im Rennen lief es zwar gut für uns, aber die Balance ist nicht unbedingt da, wo ich es mir persönlich wünsche.“ Zufriedene Gesichter bei den Zweitplatzierten: „Sportlich gesehen war es ein tolles Wochenende für uns. Wir hatten zwei gute Rennstarts – gestern und heute. Die Dinge gehen in die richtige Richtung, was die Vorbereitungen für die 24h Nürburgring betrifft“, fasste Mirko Bortolotti das Rennen aus Sicht des Abt-Lamborghini #84 zusammen. Ein ultrapackendes Finish gab es im Kampf um Platz drei, bei dem sich schließlich Thomas Preining / Matt Campbell, Manthey-Porsche 911 GT3 R (992) Evo26 #911 durchsetzten, die sich auf den letzten Kilometern einen sehenswerten Fight mit Maro Engel / Fabian Schiller / Luca Stolz, RAVENOL-Mercedes-AMG GT3, #80 geliefert hatten. Schweigeminute für Juha MiettinenDer zweite Rennlauf des Wochenendes war durch eine Schweigeminute eingeleitet worden. Die versammelte Langstrecken-Familie gedachte damit des Finnen Juha Miettinen (BMW 325i, #121), der bei einem schweren Unfall im ersten Rennen am Samstag tödlich verunglückt war. „Auch die Mitglieder des Rennteams waren zur Schweigeminute in die Startaufstellung gekommen und haben dort die Unterstützung der anderen Fahrer und der Fans auf der Tribüne gespürt”, erklärt Rennleiter Walter Hornung. „Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Teamkollegen. Gleichzeitig bin ich erleichtert, dass die anderen Verletzten das Krankenhaus nach einem intensiven Check alle noch am Abend wieder verlassen konnten. Das ist auch das Verdienst der Helfer, die bei diesem schweren Unfallgeschehen im Einsatz waren. Für die ehrenamtlichen Sportwarte, Rettungssanitäter und Notfallseelsorger, die vor Ort waren, war der Unfall mit insgesamt sieben beteiligten Fahrzeugen eine extreme Herausforderung. Für ihren Einsatz möchte ich mich ganz ausdrücklich bedanken.”

Fünf Marken unter den Top 5: Audi-Erfolg und Tausendstel-Krimi am Nürburgring

19.04.2026

Beim fünften Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie sicherte sich das Team Scherer Sport PHX den Gesamtsieg. Im Audi R8 LMS GT3 evo II fuhren Christopher Haase, Alexander Sims und Ben Green nach 28 Runden auf Platz eins über die Ziellinie. Auf dem zweiten Rang folgte der Lamborghini Huracan GT3 EVO2 vom Red Bull Team ABT mit den Fahrern Luca Engstler, Mirko Bortolotti und Patric Niederhauser. Das Podium komplettierten Thomas Preining und Matt Campbell, die den Porsche 911 GT3 R von Manthey auf Platz drei pilotierten. Die Top 5 wurden durch das Mercedes-AMG Team RAVENOL im Mercedes-AMG GT3 auf Rang vier sowie ROWE RACING im BMW M4 GT3 auf dem fünften Platz abgerundet. Im Top-Qualifying, das beim zweiten Rennen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers über die Startplätze entschied, setzte der Ferrari 296 GT3 Evo26 von REALIZE KONDO RACING with Rinaldi ein Ausrufezeichen: Mit einer Rundenzeit von 8:10,275 Minuten sicherte sich Thierry Vermeulen die Pole-Position. Der Vorsprung war dabei historisch knapp: Nur eine einzige Tausendstelsekunde trennte ihn vom zweitplatzierten BMW M4 GT3 von Gamota Racing (8:10,276 Min.). Startfahrer Dennis Marschall konnte die Spitzenposition nach dem Erlöschen der Ampeln zunächst behaupten und kämpfte in der Spitzengruppe, doch das Schicksal schlug nach rund 40 Minuten gnadenlos zu. Bei einem Überholvorgang ausgangs Brünnchen kollidierte der Ferrari mit einem zu überrundenden Fahrzeug und strandete im Kiesbett. In der ersten Rennhälfte lebte an der Spitze des Feldes zudem der packende Zweikampf zwischen Christopher Haase im Scherer-Audi und Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3 erneut auf, der wie ein direktes Abziehbild ihres Duells von NLS2 wirkte. Haase genoss den erneut sehr respektvollen Schlagabtausch, räumte jedoch ein, dass er sich diesmal aufgrund mangelnder Balance und Übersteuern bei den kalten Bedingungen deutlich schwerer tat. Auch wenn die Action laut Steve Buschmann, Teammanager von Verstappens Einsatzteam Winward, für ordentlich Adrenalin am Kommandostand sorgte, gab man Verstappen die klare Anweisung „no risk, take it easy“, um die Zielankunft nicht zu gefährden. Nach 90 Minuten steuerte Verstappen jedoch in Führung liegend unplanmäßig die Box an, wo ein Schaden am vorderen Splitter festgestellt wurde. „Wir haben das Auto aus Sicherheitsgründen reingeholt, damit nichts Schlimmeres passiert, und nutzen die restliche Zeit des heutigen Rennens als Testeinsatz“, so Buschmann. Lucas Auer hatte so die Möglichkeit, wertvolle Rennkilometer im dichten Verkehr zu sammeln. Die Freude beim siegreichen Audi-Team war nach dem Erfolg entsprechend groß. Christopher Haase bilanzierte zufrieden: „Ganz wichtig heute war natürlich das Feedback für das 24-Stunden-Rennen. Dass wir am Ende ganz oben stehen, ist ein schöner Bonus, aber die Arbeit am Setup stand im Vordergrund“. Sein Teamkollege Ben Green ergänzte: „Das Auto fühlte sich über die gesamte Distanz konstant an. Wir konnten den Vorsprung in der Schlussphase gut verwalten“. Besonders dramatisch gestaltete sich die Schlussphase im Kampf um den letzten Podiumsplatz. Thomas Preining (#911) und Fabian Schiller (#80) lieferten sich ein rundenlanges, intensives Duell, bei dem die beiden Fahrzeuge oft nur Zentimeter trennten. Schließlich behielt Preining die Oberhand und rettete einen Vorsprung von knapp drei Sekunden über die Ziellinie. Am Mikrofon schilderte Preining den harten Kampf aus seiner Sicht: „Fabian hat alles versucht und war teilweise neben mir, aber ich konnte jedes Mal die Tür zumachen. Es war Racing am absoluten Limit, aber immer fair“. In der SP 9 Pro-Am sicherte sich das Team Schnitzelalm Racing den Klassensieg. Kenneth Heyer, Jay Mo Härtling und Jannes Fittje steuerten den Mercedes-AMG GT3 (#11) auf einen starken achten Platz im Gesamtklassement. In der SP 9 Am-Wertung triumphierte das Team BLACK FALCON Team EAE. Mustafa Mehmet Kaya, Thomas Kiefer, Gabriele Piana und Mike Stursberg zeigten im Porsche 911 GT3 R (#5) eine beeindruckende Konstanz. Nachdem sie bereits im Zeittraining mit einem zehnten Platz geglänzt hatten, konnten sie diese Performance im Rennen bestätigen und den Sieg in ihrer Klasse einfahren. Eine beeindruckende Performance abseits der reinen GT3-Spitzengruppe lieferte zudem die Startnummer 81 ab. Der BMW M3 Touring gewann die Klasse SP-X und kämpfte sich bis auf den hervorragenden siebten Gesamtrang nach vorne und konnte sich damit im Klassement sogar vor zahlreichen reinrassigen GT3-Boliden behaupten. Sven Markert, Edoardo Bugané und Benjamin Albers vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels (Sieger der Klasse BMW M240i) sowie Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach von Smyrlis Racing (Sieger der Klasse Cup 3) gehen nach fünf von zehn Saisonennen als Halbzeitmeister in eine kurze NLS-Pause bis Juni. Das NLS-Reglement sieht vor, dass ein Streichresultat erst ab neun durchgeführten Rennen angerechnet wird, bei zehn Rennen derer zwei. Da das Auftaktrennen witterungsbedingt nicht gestartet werden konnte und auch der vierte Wertungslauf am Samstag abgebrochen wurde, kommt die Saison auf insgesamt acht gewertete Rennen. Damit gibt es in diesem Jahr kein Streichergebnis mehr und jedes Resultat geht ohne Abzug in die Endabrechnung der Fahrerwertung ein. Beide Teams haben bei allen bisherigen Veranstaltungen die volle Punktzahl eingefahren und führen die Tabelle daher zur Saisonmitte gemeinsam an. Trotz aller sportlichen Höhepunkte stand der Sonntag im Zeichen der Trauer um Juha Miettinen. Der finnische Pilot war am Samstag bei einer Massenkollision in der Startphase des ersten Laufs in seinem BMW 325i (#121) tödlich verunglückt. Vor dem Start am Sonntag vereinte eine hochemotionale Schweigeminute die Fahrer, Teams und Fans in der Startaufstellung. Der Nürburger Pfarrer Klaus Kohns fand in seiner Ansprache bewegende Worte: „Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft, die wir mitnehmen können aus diesen Tagen: Dass wir zusammengehören und füreinander da sind – gerade in der Not“. Es war ein Moment der tiefen Solidarität, der die Motorsport-Gemeinschaft rund um den Nürburgring eng zusammenrücken ließ und daran erinnerte, dass die menschliche Verbundenheit in solch dunklen Stunden weit über den sportlichen Wettbewerb hinausgeht. Die Qualifiers waren die Generalprobe für die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vom 14. bis 17. Mai, bei denen die NLS-Teams einen Großteil des Starterfelds stellen. Die 1. ADAC Eifel Trophy eröffnet am 20. Juni die zweite Saisonhälfte in der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie.

Bulletin der Rennleitung: ADAC RAVENOL 24h Nürburgring

18.04.2026

Statement der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring: Beim ersten Rennen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers (18. April 2026) gab es in der Startphase einen schweren Unfall mit sieben beteiligten Teilnehmern. Nach der Kollision mehrerer Fahrzeuge unterbrach die Rennleitung den Lauf unverzüglich um die umfangreichen Bergungs- und Rettungsmaßnahmen zu ermöglichen. Trotz der unmittelbar eintreffenden Hilfe konnten die Notfallmediziner nach der erfolgten Bergung aus dem Fahrzeug den beteiligten Pilot Juha Miettinen (BMW 325i, #121) nicht retten, der Fahrer verstarb im Medical Center, nachdem alle Reanimationsversuche erfolglos blieben. Die weiteren beteiligten sechs Piloten wurden zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser gebracht. Es besteht für keinen der Verletzten Lebensgefahr. Das Rennen wird am Samstagabend nicht wieder aufgenommen. Die Gedanken aller Beteiligten bei den 24h Nürburgring sind bei den Hinterbliebenen von Juha Miettinen. Im Rahmen der Startaufstellung für das Sonntagsrennen um 13:00 Uhr wird es eine Gedenkminute für den verstorbenen Motorsportler geben. Samstag, 18. April 2026, 20:00 Uhr

FORD Mustang GTD Competition: Die Nordschleife in 06:40.835 Minuten!

17.04.2026

Mit einer souveränen Rundenzeit von 6:40,835 Minuten bezwingt der FORD Mustang GTD Competition die legendäre „Grüne Hölle“. Pilotiert wurde das Fahrzeug von Dirk Müller. Alle Rekordfahrten und weitere Infos Onboard durch die Grüne HölleDie Rekordrunde des FORD Mustang GTD Competition gibt es ab sofort auch auf dem Youtube-Kanal des Nürburgrings. Die Onboard-Aufnahme aus dem Cockpit des Fahrzeugs bietet die Möglichkeit, diese fantastische Runde noch einmal mitzuerleben. Information zu den offiziellen „Nürburgring Rekordfahrten“Generell gilt bei den Fahrten der Grundsatz: eine Strecke, eine ganze Runde, eine Zeit – nach einheitlichen Maßstäben. Neben einer Zeitnahme mit geeichter Messtechnik werden offizielle Rekordversuche sowie Versuche zur Erzielung einer Rundenzeit immer notariell begleitet. Neben der Überwachung der Zeitnahme erfolgt auch eine Abnahme des Fahrzeugs. Der TÜV Rheinland prüft auf Serienmäßigkeit und dokumentiert diese. Die exakte Streckenlänge sowie die Start- und Ziellinie sind genau festgelegt. Es wird eine volle Nordschleifen-Runde mit fliegendem Start gefahren und gemessen (20,8 Kilometer). Die Fahrzeugkategorien für Rekordfahrten und offizielle Rundenzeiten des Nürburgrings unterteilen sich nach verschiedenen Segmenten des Kraftfahrt-Bundesamtes sowie eigens definierten Sonderklassen.  

EVENTGUIDE 24h Qualifiers & 24h-Rennen

17.04.2026

Der neue Eventguide für die 24h Qualifiers und für das 24h-Rennen ist online 🤩 Ab sofort habt ihr alles Wichtige rund um die Events in einer Anwendung gebündelt: eine interaktive Karte zur Orientierung, spannende Fan‑Hotspots, das komplette Programm sowie alle Infos zu Parken und Anreise. Premiere feiert der Eventguide bei den 24h Qualifiers – zum 24h‑Rennen steht er dann in der vollen Ausbaustufe für euch bereit. ➡️ Hier geht es direkt zum Eventguide.

Die F1 kehrt für Pirelli-Testfahrten an den Nürburgring zurück

15.04.2026

Der erste Tag des von Pirelli am Nürburgring organisierten Entwicklungstestprogramms begann mit einigen Einführungsrunden auf Intermediates Reifen. Da es die ganze Nacht über geregnet hatte, war die Strecke nass, obwohl sich später am Vormittag zaghaft die Sonne zeigte. Die Fahrer warteten daher ab, bis sich die Streckenbedingungen verbesserten, bevor sie das ursprünglich auf Slicks geplante Programm in Angriff nahmen. Oscar Piastri für McLaren und George Russell für Mercedes absolvierten im ersten Teil des Programms mehrere Acht-Runden-Läufe und testeten dabei eine Reihe von Konstruktionsvarianten der C3-Mischung. Die als vielversprechendsten erachteten Lösungen wurden dann am späten Nachmittag vom britischen Fahrer über längere Distanzen evaluiert, um ihr Verhalten über eine repräsentativere Laufleistung zu validieren. Ein technisches Problem hielt Piastris Auto jedoch von der Mittagspause bis fast zum Ende der Session in der Box. Die Streckentemperaturen erreichten in den sonnenexponierten Bereichen 37 °C, während die Umgebungstemperaturen nie über 15 °C stiegen. Piastri fuhr seine schnellste Runde in 1:35,096, während Russell die Uhr bei 1:33,899 stoppte. Ersterer absolvierte 65 Runden (insgesamt 335 Kilometer), letzterer 127 Runden (654 Kilometer). Morgen, am zweiten und letzten Testtag, werden Lando Norris und Kimi Antonelli am Steuer sitzen.   Foto: McLaren F1 / Mercedes-AMG F1