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Kategorie: 2019
06.05.2019

24h-Vorbereitungen gehen in die finale Phase

Die Vorbereitungen auf das größte Rennen der Welt laufen auf vollen Touren: Vom 20. bis 23. Juni strömen rund 200.000 Fans an die legendäre Nürburgring-Nordschleife, um den über 150 startenden Rennwagen beim Fight um den prestigeträchtigsten Sieg auf der längsten permanenten Rennstrecke der Welt zuzujubeln. Wer im Kampf der mächtigen GT3-Boliden, der agilen Tourenwagen und der vielen Cup-Klassen die Nase vorne haben wird, darüber spekulieren die Fans jedes Jahr erneut – und die besten Anhaltspunkte geben die drei Rennen der VLN vor dem 24h-Rennen sowie der finale Prolog beim 24h-Qualifikaitonsrennen am 18. und 19. Mai.
  
Nach drei absolvierten VLN-Läufen ist in dieser „24h-Ouvertüre“ nun gewissermaßen Halbzeit, und alle Zeichen deuten auf ein spannungsgeladenes 24h-Rennen hin. Das Pendel scheint dabei vorerst in Richtung der Vorjahressieger auszuschlagen: Die 24h-Titelverteidiger von Manthey Racing holten beim dritten VLN-Lauf einen Doppelsieg und hinterließen einen starken Eindruck. Doch auch BMW und Mercedes-AMG zeigen sich bestens aussortiert und mischen in der Spitzengruppe mit.
   
In der Vorbereitung auf das Rennen des Jahres zeigte sich die Nordschleife diesmal von ihrer wilden Seite: Ein verkürzter VLN-Lauf und einer der bereits nach den ersten Rennkilometern witterungsbedingt abgebrochen werden musste, machen den Teams ihre Sache besonders schwer. Nach dem dritten VLN-Lauf bleibt nun für die Top-Mannschaften vor allem das ADAC 24h-Qualifikationsrennen (18. – 19. Mai) für die finalen Tests.

Entsprechend nutzen alle Top-Teams und -Marken die Gelegenheit, ihre Boliden noch einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Derzeit scheint der Vorteil zunächst einmal bei den 24h-Titelverteidigern zu liegen: Manthey Racing holte beim dritten VLN-Lauf einen Doppelsieg, der sogar ein Dreifachtriumph hätte sein können, wenn nicht einer der 911 GT3 R beim Tanken einige Liter Sprit zu viel gefast hätte. Die fällige Zeitstrafe bescherte dem Mercedes-AMG Team Black Falcon nachträglich die dritte Position.

Für Manthey blieb neben dem tollen Doppelerfolg ein Lerneffekt: „Oft sind es Kleinigkeiten, die ein Rennen entscheiden, und wir wurden vor dem 24-Stunden-Rennen noch einmal wachgerüttelt“, sagt Nicolas Raeder (Geschäftsführer Manthey-Racing). „Trotz der nachträglichen Zeitstrafe haben wir mit dem Doppelsieg und Platz vier ein super Ergebnis erzielt und ich bin stolz auf die Leistung des gesamten Teams.“ Rennsieger Richard Lietz (AUT) resümierte: „Es war ein guter Renntag. Wir sind sehr happy mit dem Ergebnis: P1, P2 und P4 für Manthey-Racing, das passiert nicht oft. Ich denke, wir haben klar aufgezeigt, was unser Ziel für das 24h-Rennen ist.“
  
Starke GT-Teams am Start
Manthey Racing – mit sechs Gesamtsiegen das erfolgreichste Team aller Zeiten beim 24h-Rennen – hat die Latte hoch gelegt. Doch die Titelverteidiger sind längst nicht die einzigen in der siegfähigen GT3-Fraktion mit großen Ambitionen. Beim ersten VLN-Lauf holte ein BMW M6 GT3 von Rowe Racing den Sieg, und die Teamkollegen im Schwesterauto landeten (hinter einem Manthey-Porsche) auf Platz drei. Auch im zweiten VLN-Lauf führte zum Zeitpunkt des Rennabbruchs ein BMW des Schnitzer-Teams, während die Nordschleifenspezialisten des Audi Sport Team Land die Pole Position vom dem BMW M6 GT3 von Falken Motorsport eingefahren hatten.

Ihren Start planen aber auch starke Privatmannschaften. So bringt das Monschauer Weiss-Team zwei Ferrari mit zum 24h-Qualirennen, und Konrad Motorsport geht dort mit einem Lamborghini an den Start. Bemerkenswert in diesem Jahr sind auch die starken Teams aus Fernost, die mit GT3 von Nissan und Lexus an den Start rollen. Kondo-Racing ließ beim dritten VLN-Lauf etwa aufhorchen, als der Nissan GT-R Nismo GT3 aus Hongkong im Qualifying Startplatz zwei eroberte. Auch die japanische KCMG-Mannschaft qualifizierte sich in den Top 10 – hier könnten sich also ganz neue Wettbewerber im prestigeträchtigen Kampf um die Nordschleifenkrone ankündigen.
  
24h-Qualirennen als finaler Test
Ein weiteres Rennen bleibt den Teams und Piloten nun noch, um die Vorbereitungen auf den Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife abzuschließen. Die finale Standortbestimmung findet am 18. und 19. Mai beim 24h-Qualirennen statt. Sechs Stunden Rennen am Sonntag, dazu ausgiebige Trainingssitzungen am Samstag inklusive des abendlichen Qualifyings und ein Top-Qualifying um die Pole Position am Sonntag bietet dieses Wochenende: alles Elemente, die die Teams dankbar nutzen, um sich auf die 24h vorzubereiten.

Besonderes Gewicht erhält das Rennwochenende auch wegen der verkürzten bzw. ausgefallenen VLN-Läufe. Jeden zusätzlichen Testkilometer nutzen die Top-Teams deshalb gerne, um fit zu sein für die 24h. Nicht zuletzt wird im Anschluss an das Qualirennen auch das Gros der Starter für das Top-Qualifying beim 24h-Rennen festgelegt, dem Einzelzeitfahren, bei dem es um die Pole Position und weitere Startreihenfolge geht. Die schnellsten Fahrzeuge des Starterfeldes erhalten diese Chance – und ihre Identifizierung folgt ab diesem Jahr neuen Regeln.

Im Rahmen der VLN-Rennen und des 24h-Qualirennens werden für die Teilnehmer theoretische Rundenzeiten in einem Verfahren errechnet, das die besten Sektorenzeiten addiert und Einflüsse, wie Unfallstellen oder andere Fremdeinwirkungen weit gehend eliminiert. Die komplexe Mathematik hinter diesem neuen Vorgehen garantiert, dass im Top-Qualifying des 24h-Rennens tatsächlich die schnellsten Fahrzeuge aus dem Lager der Profi- und Amateurteams gegeneinander antreten. Zudem wird das „Sandbagging“ reduziert – das künstliche Langsamfahren mit dem Ziel, Mitbewerber und Rennleitung über das wahre Potenzial eines Fahrzeuges zu täuschen.
  
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