Action im Doppelpack: Die NLS läutet mit zwei 4h-Rennen den Saison-Endspurt ein

10.09.2026

Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie biegt auf die Zielgerade ein und hält für Motorsportfans ein ganz besonderes Highlight bereit: Am kommenden Wochenende (12. und 13. September) steht ein actiongeladener Double-Header auf der legendären Nordschleife an. Wenn sich der beginnende Spätsommer über die Eifelwälder legt, geht es in den Rennen acht und neun ans Eingemachte. Mit dem 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am Samstag und dem 66. ADAC ACAS Cup am Sonntag warten gleich zwei Vier-Stunden-Rennen auf die Piloten, die den Titelkampf maßgeblich beeinflussen können. Tickets für das Motorsport-Fest sind ab 25 Euro pro Tag unter VLN.de/tickets erhältlich, Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer das doppelte Renngeschehen nicht hautnah vor Ort verfolgen kann, ist an beiden Tagen ab 08:15 Uhr (Rennstart jeweils um 12 Uhr) im kostenlosen Livestream auf VLN.de bestens aufgehoben.

Für die emotionalste Geschichte im Fahrerlager sorgt der Niederländer Loek Hartog. Erst vor wenigen Tagen wurde der 23-jährige Pilot beim Rennen der China GT in Shanghai zum international gefeierten Helden. Als das Fahrzeug seines Konkurrenten Ollie Millroy nach einem Crash in Flammen stand, zögerte Hartog keine Sekunde. Er blieb an der Unfallstelle stehen, schnappte sich einen Feuerlöscher und half dabei, den verletzten Briten aus dem brennenden Wrack zu befreien. Nach dieser mutigen Rettungstat steht für den Holländer nun wieder der sportliche Wettbewerb im Fokus. In der Eifel greift Hartog am Wochenende für das Team Dinamic GT ins Lenkrad und teilt sich das Cockpit des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 54 mit dem Dänen Michael Klitgaard Christensen.

Prominenz und geballte Power im Kampf um den Gesamtsieg 
Das Starterfeld für den Schlussspurt der Meisterschaft präsentiert sich mit 136 gemeldeten Fahrzeugen von 14 verschiedenen Marken äußerst stark und abwechslungsreich. Besonders in den Top-Kategorien erwartet die Zuschauer ein extrem dichtes Leistungsniveau: Zu den 22 reinrassigen GT3-Boliden der Klasse SP9 stoßen vier hochkarätige Fahrzeuge aus der Klasse AT 1 für alternative Treibstoffe hinzu. Da diese technisch und von den Rundenzeiten her auf demselben Niveau operieren, schraubt sich die Zahl der Anwärter auf den Gesamtsieg auf 26 Fahrzeuge hoch. Die Königsklasse besticht dabei durch eine enorme Markenvielfalt – gleich sieben Hersteller (Porsche, Audi, BMW, Mercedes-AMG, Aston Martin, Ford und Lamborghini) kämpfen in der Eifel um den Gesamtsieg. Dementsprechend hochkarätig ist das Feld besetzt: Neben Schubert Motorsport (BMW M4 GT3 EVO) oder dem Haupt Racing Team mit dem Ford Mustang GT3 greift das Team KCMG im Mercedes-AMG GT3 mit Le-Mans-Sieger Kamui Kobayashi an. Hinzu kommen Top-Teams wie Falken Motorsports und Dinamic GT auf Porsche, Walkenhorst und PROsport mit Aston Martin sowie Renazzo Motorsport, die einen Lamborghini einsetzen. Für zusätzliche Würze sorgt Max Kruse Racing: Das Team rund um den Ex-Fußball-Nationalspieler bringt nicht nur einen VW Golf GTI für den Kicker selbst mit, sondern schickt in der AT 1 gleich drei Audi R8 LMS GT3 ins Rennen.

Doppelte Punkteausbeute: Der Titelkampf spitzt sich zu 
Durch die beiden direkt aufeinanderfolgenden Rennen steht für die Titelkandidaten an diesem Wochenende viel auf dem Spiel – zumal in dieser Saison alle Läufe ohne Streichresultate in die Wertung eingehen und jeder Punkt im Titelkampf zählt. In der Gesamtwertung steht das Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert mit 79 Punkten an der Tabellenspitze. Die drei Piloten gehen für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels im BMW M240i Racing Cup an den Start und haben in ihrer Klasse bislang eine makellose Bilanz vorgelegt: Sie konnten alle bisherigen Saisonrennen für sich entscheiden. Ihre engsten Verfolger sind Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg auf Rang zwei mit 64 Punkten, die im Porsche 718 Cayman GT4 CS für Smyrlis Racing antreten. Das Duo musste in diesem Jahr einen schmerzhaften Ausfall verzeichnen und liegt dadurch zurück, lauert aber auf seine Chance. Dicht dahinter folgt das PROsport racing Trio Anton Abée, Yannik Himmels und Jörg Viebahn (Mercedes-AMG GT4) mit 56 Zählern auf Position drei.

In der prestigeträchtigen NLS Speed-Trophäe diktiert Schubert Motorsport das Tempo und führt mit souveränen 121 Punkten im BMW M4 GT3 Evo deutlich vor der Mannschaft 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON (Porsche 911 GT3 R Evo), die 75 Punkte auf dem Konto hat. Das Mercedes-AMG Team Ravenol hält im Mercedes-AMG GT3 mit 60 Zählern aktuell den dritten Rang. Auch bei den Nachwuchstalenten in der Junior-Trophäe wird hart gekämpft: Hier hat sich Raphael Rennhofer (Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON, Porsche 911 GT3 Cup) mit 55 Punkten leicht von Tim Lukas Müller abgesetzt, der 45 Punkte vorweisen kann, seine Saison jedoch vorzeitig beendet hat. Dahinter formiert sich ein Verfolgerfeld mit jeweils 40 Punkten um Ryan Harrison, Leon Wassertheurer und Santiago Baztarrica. Da sich Harrison und Wassertheurer allerdings das Cockpit des Cup-Porsche direkt mit Spitzenreiter Rennhofer teilen, können sie im direkten Duell keine Punkte auf ihn gutmachen. Die besten Karten für eine Aufholjagd hat daher Santiago Baztarrica (Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels, BMW M2 Racing): Als einziger aktiv ins Lenkrad greifender Verfolger kann der Argentinier beim Double-Header eigenständig Boden im Titelkampf gutmachen.

Tickets kosten 25 Euro pro Tag (Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich. Das Ticket beinhaltet den uneingeschränkten Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den beliebten Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung.

Der Zeitplan bietet an beiden Tagen geballte Nordschleifen-Action. Das Zeittraining findet am Samstag- und Sonntagmorgen jeweils von 08:30 bis 10:00 Uhr statt. Anschließend haben Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse sowie beim anschließenden Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die großartige Gelegenheit, die faszinierenden Boliden und ihre Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Die beiden vierstündigen Rennen werden an beiden Tagen pünktlich um 12:00 Uhr gestartet. Wer das Spektakel nicht vor Ort verfolgen kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream auf VLN.de ein oder verfolgt das dramatische Geschehen über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de sowie in der RPR1-App.