24h Nürburgring versprechen Riesen-Show auf der legendären Nordschleife

16.03.2026

Der Countdown für die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vom 14. bis 17. Mai 2026 ist in diesem Jahr besonders spannend. Zahlreiche hochkarätige Projekte sind in diesem Jahr angekündigt und versprechen einen heißen Tanz an der Spitze: Die mit der Startnummer #1 antretende Mannschaft von Rowe Racing wird von Dutzenden GT3 gejagt, in denen die Crème de la Crème der Langstrecken-Spezialisten ins Volant greift. Mindestens acht Marken (Audi, Aston Martin, BMW, Ford, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche) und mehr Teams in der Top-Klasse als in den Vorjahren werden wohl am Ende der Nennungsfrist (Ende April) auf der Starterliste stehen. Hinzu kommen stark besetzte weitere Klassen, die vom bulligen GT bis zum pfeilschnellen Serienwagen für ein blutdrucksteigerndes Geschehen sorgen werden.

Für die Extraportion Spannung sorgt in diesem Jahr auch die einmal mehr unkalkulierbare Eifelwitterung, die mit einem Wintereinbruch den ersten Saisonlauf der NLS (Nürburgring Langstrecken-Serien) vereitelte. Nun stehen der versammelten Langstrecken-Community vor den 24h nur noch zwei NLS-Läufe sowie die ebenfalls zur NLS zählenden ADAC 24h Nürburgring Qualifiers (17. – 19. April) zur Verfügung: Ein enges Zeitfenster angesichts der akribischen Vorbereitungen, die gerade für die Top-Teams vor dem Langstreckenklassiker angesagt ist. Und das gilt sogar für einen vierfachen Formel-1-Weltmeister: Max Verstappen hat seinen Start bei den 24h Nürburgring angekündigt und sorgte damit für Euphorie nicht nur bei seinen niederländischen Landsleuten, sondern bei vielen Motorsportfans weltweit. Er will den Mercedes-AMG GT3 seines Rennteams beim zweiten Lauf zur NLS (21. März) höchstpersönlich auf Herz und Nieren testen – und wird es dabei sicher mit einigen zusätzlichen Konkurrenten zu tun bekommen, deren Testprogramm durch den abgesagten Saisonauftakt durcheinandergewirbelt wurde. Für zusätzliche Spannung sorgt dabei, dass es ab der ersten NLS-Runde auch um die 24h geht. Schließlich können im Rahmen der NLS-Läufe vor dem Saisonhighlight die ersten Plätze für das entscheidende Top-Qualifying 3 bei den 24h ergattert werden. Jeweils bis zu drei Plätze werden über die Qualifying- und Renn-Performance der NLS-Läufe 1 bis 3 vergeben, bis zu drei weitere Plätze über die Performance bei den 24h Qualifiers. Eine attraktive Aussicht und ein zusätzlicher Anreiz für die Teams, denn die GT3-Teams, die sich ihren Platz nicht vor den 24h sichern, müssen sich einem zweistufigen Shoot-Out stellen, bei denen nur die schnellsten Fahrzeuge die jeweils nächste Runde erreichen. Die Pole-Position und die Plätze in den vordersten Startreihen stehen dann erst nach dem dritten Top-Qualifying fest.

Starke Teams versprechen spannende Fights an der Spitze
Der Verstappen-Mercedes-AMG GT3 ist eine der beiden Speerspitzen des Performance-Aufgebots der Stuttgarter. Das Schwesterfahrzeug in den Farben von 24h-Hauptsponsor RAVENOL wird ebenso mit exzellenten Werkspiloten besetzt sein. Den Vorjahressiegern von Rowe Racing droht außerdem Gefahr aus dem eigenen Lager, denn die Titelverteidiger setzen 2026 wieder auf zwei Fahrzeuge, nachdem im Vorjahr nur ein Auto eingesetzt wurde. Zum Werksaufgebot von BMW zählt außerdem der BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport. Zum Kreis der heißen Siegkandidatenwerden gesellen sich außerdem eine Reihe von Porsche-Teams, so etwa die beiden von Schnabl eingesetzten 911 GT3 R in den Farben der Reifenhersteller Falken und Dunlop. Ebenfalls bereits bestätigt ist der 911er des Teams Dinamic GT, das 2025 hinter Rowe und Manthey auf P3 abschloss. Zu den ganz heißen Kandidaten auf vordere Positionen gehören außerdem eine Reihe weiterer Teams. So etwa die beiden Lamborghini der neuesten Generation von Abt Motorsport. Oder auch die Ford Mustang GT3, die im vergangenen Jahr noch hier und da mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hatten und inzwischen längst ausgereifte Langstreckenboliden sind.

Herzblutprojekte und Fan-Lieblinge en Masse
Auch außerhalb des Kreises der Gesamtsiegkandidaten kündigen sich in diesem Jahr Fahrzeuge an, denen die Herzen der Fans zufliegen werden. Da sind zum Beispiel die in der Sonderklasse SP-X startenden HWA Evo, deren Optik den legendären 190er Evo2-Mercedes der goldenen DTM-Ära entlehnt ist. Oder auch der in der gleichen Klasse startende BMW M3 GT3 Touring 24h – womit nach vielen Jahren wieder ein rennfertiger Kombi bei den 24h Nürburgring mitmischt. In der Top-Klasse hat das Team „Saugmotoren Motorsport“ einen der fast schon legendären BMW Z4 GT3 angekündigt, die von Fans und Fahrern nach wie vor liebevoll „Zetti“ genannt werden. Hinzu kommen die stark besetzten Klassen, in denen spannende Kämpfe um Positionen und Pokale für Action sorgen. Auch wenn die 24h Nürburgring nicht zur PETN (Porsche Endurance Trophy Nürburgring) zählen, dürften die beiden Cup-Klassen für die dort startenden Fahrzeuge auch beim Saisonhöhepunkt stark besetzt sein. Und auch in den weiteren „Special“-, Cup- und Serienwagen-Klassen haben bereits zu Saisonbeginn viele Teams ihren Start angekündigt. Diese 54. Auflage der 24h Nürburgring verspricht Top-Sport und ganz viel Nordschleifen-Emotion.