Historie

Historische Momente in der Grünen Hölle

 

1927

Rudolf Caracciola gewinnt am 19. Juni 1927 das erste Autorennen auf der neu gebauten Rennstrecke. 

1960

Jackie Stewart gibt dem Ring unabsichtlich seinen gängigen Namen, als er ihn die "Grüne Hölle" nennt. 

1975

Niki Lauda fährt die 22,8 km (1951 – 1976) mit Ferrari in 6:58,60 Min. (Qualifikation Formel 1).

1975

Clay Regazzoni fährt die 22,8 km mit Ferrari in 7:06,40 Min. (Rennen Formel 1).

1976

Der Feuer-Unfall Niki Laudas besiegelt das Aus für die Formel 1 auf der Nordschleife.

1983

Christian Danner fährt mit BMW 832 F2 im Rennen 6:28,03 Min. – Rekord! 

1983

Mit einem Porsche 956 brennt Stefan Bellof am 28. Mai 1983 im Abschlusstraining des 1.000-km-Rennens die beste jemals gefahrene Nordschleifen-Rundenzeit von 6:11,13 Min. in die wegen Bauarbeiten auf 20,832 km verkürzte Asphaltbahn. Ein Tag der für immer in die Geschichte der Nordschleife eingehen sollte.

Historische Streckenskizzen

Nordschleife inkl. Südschleife, 1936
Nordschleife inklusive Südschleife, 1936
Nordschleife mit angedeuteter Südschleife, 1952
Nordschleife mit angedeuteter Südschleife, 1952
Nordschleife, 1973
Nordschleife, 1973
Nordschleife, 1977
Nordschleife, 1977

 

 

Rudolf Caracciola
Rudolf Caracciola

Ein Mythos entsteht

Niemand geringeres als Rudolf Caracciola gewann am 19. Juni 1927 in dem Kompressor-Mercedes das erste Autorennen auf der neu gebauten Rennstrecke. Dies war der Anfang einer ganz besonderen Beziehung zwischen den Piloten und den ursprünglich 172 Kurven, die auf so harmlose Namen wie Aremberg, Fuchsröhre oder Kesselchen hören. 

"Schwer zu fahren, leicht zu sterben"...

 

... urteilte Weltmeister Jochen Rindt über die unvergleichliche Herausforderung, und Rennsportlegende Jackie Stewart gab dem Ring unabsichtlich seinen gängigen Namen, als er ihn die "Grüne Hölle" nannte. 

 

Nahezu jede Rennsportlegende ist unweigerlich mit dem alten, 22,8 km langen Nürburgring verbunden. Von Caracciola über Juan Manuel Fangio und Graf Berghe von Trips bis Jim Clarke und Niki Lauda – alle haben in der Bestzeitenjagd auf der Nordschleife Geschichte geschrieben und zur großen Mythenbildung beigetragen. Allen voran Stefan Bellof, der 1983 auf Porsche 956C mit 6:11,13 Minuten die absolut schnellste je gefahrene Rundenzeit in den Asphalt brannte.


Großer Preis von Europa, 1. August 1954
Großer Preis von Europa, 01.08.1954

 

Der Mythos war also längst geboren und gewachsen, doch in den 70er Jahren ging die Schere zwischen den immer schneller werdenden Boliden und den unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen der Nordschleife immer weiter auseinander. Schon 1970 waren umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig, um die Formel 1 weiterhin zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring zu bringen. Doch spätestens mit dem Feuer-Unfall Niki Laudas 1976 war das Ende der Grünen Hölle als Grand Prix-Rennstrecke besiegelt. 

 

Danach folgten schwierige Jahre, in denen die Zukunft des Rennsportmekkas in der Eifel alles andere als gesichert war. Doch das Land Rheinland-Pfalz stellte sich mit Hilfe des ADAC hinter den Nürburgring und ermöglichte, dass eine moderne, völlig neue Grand-Prix-Strecke geplant, gebaut und 1984 eröffnet werden konnte. Die Zukunft des gesamten Nürburgrings war damit gesichert. 

 

Die Grüne Hölle konnte sich auch ohne Grand-Prix-Sport als weltweit wichtigste Teststrecke der Automobilindustrie und darüber hinaus als beliebtes Ausflugziel für Touristenfahrten etablieren. Zusammenführungen der Nordschleife und der Grand-Prix-Strecke wie beim populären ADAC 24h-Rennen machen den Nürburgring wohl zur renommiertesten und vor allem emotionalsten Rennstrecke weltweit.


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