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Kategorie: 2019
13.06.2019

Von Festival auf Motorsport in unter sieben Tagen: Nürburgring rüstet sich mit Vollgas für das 24h-Rennen

Nicht einmal sieben Tage liegen am Nürburgring zwischen dem letzten Gitarrenakkord bei Rock am Ring und der Öffnung des ersten Campingplatzes für das bald startende 24h-Rennen. Für die Rennstrecke ist das der Moment, an dem sie ihre Leistungsfähigkeit als vielseitige Event-Location unter Beweis stellen muss. Aus einem Festival-Areal, bei der eben noch 85.000 Besucher zu „Die Ärzte“ oder Slipknot tanzten wird, in dieser kurzen Umbauzeit die Heimat für eines der wichtigsten Motorsport-Events der Welt. Wenn am Montag, 17. Juni, um 8 Uhr die ersten Fans mit ihren Zelten die Grüne Hölle stürmen, ist vom Rock-Festival nichts mehr zu sehen und der Nürburgring von Grand-Prix-Strecke bis Nordschleife auf eine gigantische 24h-Party eingestellt.
   
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Mehr als 200.000 Motorsport-Enthusiasten werden beim ADAC TOTAL 24h-Rennen, vom 20. bis 23. Juni, erwartet. Wie schon beim Rockfestival zieht nun, binnen weniger Tage, zahlenmäßig erneut eine ganze Stadt mitten in die Eifel. Am Nürburgring bereitet man sich mit der nötigen Routine auf diesen Ausnahmezustand vor. Da die Rennstrecken von März bis November ohnehin von Montag bis Sonntag ausgebucht sind, ist das Team geübt darin, jede freie Minute für auszuführende Arbeiten zu nutzen. Bereits während des Rock am Ring Wochenendes wurde deshalb auf der Nordschleife bereits die Farbe der rot-weißen Curbs erneuert.

Die Aufräumarbeiten konnten hingegen erst nach dem Festival starten. Der angefallene Müll wird eingesammelt und fachgerecht entsorgt, damit Campingplätze für die Rennsport-Fans rechtzeitig bezugsfertig sind. Damit auch jeder der Neuankömmlinge den Weg zu seinem angestrebten Zeltplatz findet, muss darüber hinaus die „alte“ RAR-Beschilderung abgebaut und rund 100 große und mittelgroße Schilder neu aufgestellt werden. Für die notwendige Beleuchtung der insgesamt 1,5 Millionen Quadratmeter großen Camping- und Parkfläche sorgen beim 24h-Rennen 90 mobile Flutlichtmasten. Rund 750 Toiletten und 150 Duschen werden zudem rund um die Nordschleife aufgestellt. „Die große Aufgabe bei solch einem Event ist auf der einen Seite die Versorgung – zum Beispiel mit Frischwasser - aber natürlich auch die Entsorgung. Hier sind wir auf erfahrene Dienstleister und den ständigen Austausch untereinander angewiesen“, erläutert Manfred Strack, Leiter des Veranstaltungsmanagements der Nürburgring 1927 GmbH & Co.KG.
 
Die Fans des Motorsport-Spektakels können es derweil kaum erwarten. Damit von Ankunft bis Abreise rund um die 25 Kilometer lange Rennstrecke alles reibungslos verläuft, sind alleine 600 Helfer im Einsatz – vom Kassierer bis hin zu den Ordnern an den Parkplätzen oder auf den Tribünen. Ein Team von 100 medizinischen Einsatzkräften, bestehend aus Ärzten und Rettungsdienstpersonal, arbeitet im Schichtbetrieb. Im Medical-Center, dem voll ausgestatteten Rennstrecken-Krankenhaus, ist immer ein Team aus Notarzt, Chirurgen, Anästhesisten und Sanitätern stationiert. Zehn Rettungswagen und fünf Medical-Cars inklusive Besatzung stehen für die Fahrer an der Rennstrecke bereit, fünf weitere Rettungswagen warten im Außenbereich auf einen Einsatz.
 
„Tausende Fans kommen hier hin, um eine gute Zeit zu verleben – sozusagen ein Motorsport-Kurzurlaub, beim anspruchsvollsten Rennen der Welt. Wir sorgen dafür, dass infrastrukturell für diesen Ansturm alles vorbereitet ist“, sagt Manfred Strack. Er selbst ist seit über 30 Jahren am Nürburgring tätig und hat in dieser Zeit eine enorme Erfahrung angesammelt. Diese kommt insbesondere bei den Großveranstaltungen zum Tragen. „Für ein besonderes Rennen mit besonderen Dimensionen ist das eben auch eine besondere Aufgabe, die wir aber meistern werden.“ Er ist sich sicher, dass es allen auch in diesem Jahr an nichts fehlen wird.
  
Wenn am Samstag, 22. Juni, die Ampel um 15:30 Uhr auf Grün springt, gehen rund 160 Fahrzeuge auf die 24-stündige Jagd nach dem Sieg. Und bei aller Vorbereitung kann für das Mega-Event eines noch niemand voraussagen: Wer am Ende des anspruchsvollsten Rennens der Welt ganz oben auf dem Treppchen stehen wird. „Das ist auch gut so. Die Spannung bis zur letzten Runde macht das Rennen zu einem ganz besonderen“, weiß Strack, der ansonsten versucht auch die Eventualitäten in der Planung zu berücksichtigen. Ein bisschen Ungewissheit ist dann am Ende eben doch ganz gut.
 
Foto: Robert Kah




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