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Kategorie: 2019
11.03.2019

International Medical Days: Motorsport-Mediziner trainieren am Nürburgring

"Safety first" am Nürburgring: Rund 90 Notfallmediziner und notfallmedizinisches Assistenzpersonal aus Deutschland, Luxemburg, Finnland, Belgien und England kamen am Wochenende zu den „International Medical Days“ in die Eifel. Die Motorsport-Mediziner wurden unter Leitung des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB), des Nürburgrings und des Einsatzteams Nürburgring vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Ahrweiler e. V. auf den neusten Stand gebracht.

      

Diese spezielle Weiterbildung für medizinisches Personal bei Motorsportveranstaltungen genießt in Fachkreisen große Aufmerksamkeit. Neben den Verbandsärzten des DMSB, Dr. Michael Scholz für den Automobilbereich und Dr. Martin Schweiger für den Motorradsport, besuchte auch Poa Mota, Head of Medical Affairs des Automobil-Weltverbandes FIA, die Veranstaltung. Bereits zum vierten Mal wurde das Seminar von Armin Link, Leiter des DRK-Rettungsdienstes am Nürburgring und Beirat für Rettungswesen der DMSB-Academy und seinem Team vorbereitet.

   

Um möglichst realistische Übungs- und Schulungsabläufe zu ermöglichen, stand ein extra aus Italien an den Ring gebrachter FIA Formel 3-Rennwagen mit dem in dieser Klasse speziellem HALO-Fahrerschutzsystem zur Verfügung. Ein BMW DTM-Rennfahrzeug, ein BMW M3 Rallyewagen sowie ein BMW 235i Racing Cup von SORG-Motorsport waren ebenfalls vorhanden. Abgerundet wurde die Fahrzeugflotte durch die Unterstützung der Nürburgring Driving Academy mit einem Formel-Fahrzeug und einem Toyota GT 86.

   

Mit modernster Simulationstechnik wurden die Ausbildungssituationen für die Teilnehmer gestaltet. Damit ist der DMSB im internationalen Motorrennsport in einer Vorreiterrolle. In dem Seminar wurden in der medizinischen Ausbildung etablierte Methoden, wie etwa ein Patientensimulator, moderne Ton- und Kameratechnik, auf engstem Raum in den Übungs-Rennfahrzeugen eingesetzt. In Zusammenarbeit mit dem niederländischen Motorsportverband KNAF und einem aktiven Militärpiloten wurde eine aus der fliegerischen Ausbildung stammende tiefgreifende Analysetechnik angewendet. Nach jeder Trainingseinheit wurden im Video-Debriefing die Verfahren zur Bewältigung der Übungssituation besprochen sowie die Kommunikation und das Teamverhalten ausgewertet. Dadurch ergab sich für die Teilnehmer ein hoher und individueller Lerneffekt.

  

Zur Vermittlung der Themen zur notfallmedizinischen Versorgung von verletzten Rennfahrern standen langjährig erfahrene Kräfte aus dem Team des DRK-Rettungsdienstes am Nürburgring um den international erfahrenen Ralley- und DTM-Rennarzt Dr. Hanns Lang als Referenten zur Verfügung. Die motorsportliche Expertise gewährleisteten Motorsportikone Werner Aichinger und Andreas Gülden, Chefinstruktor der Nürburgring Driving Academy.

   

Elementarer Bestandteil der notfallmedizinischen Motorsportfortbildungen am Nürburgring sind neben der Wissensvermittlung der fachliche Austausch und die Netzwerkbildung der Teilnehmer. Das Umfeld des Nürburgrings bietet dazu hervorragende Möglichkeiten. Neben einem „Get together“ im Medical Center des Nürburgringes am Freitag stand am Samstag nach einem informativen Lerntag die ring°kartbahn zur Verfügung. In ungezwungener und sportlich-lockerer Atmosphäre wurde gefachsimpelt und die modernen e-Karts über den Parcours gesteuert.

„Durch die Ideen unserer beteiligten Partner hat sich der Nürburgring in den vergangenen Jahren in der notfallmedizinischen Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften im Motorsport erfolgreich etabliert. Dafür sind wir den Initiatoren dankbar“, sagte Nürburgring Geschäftsführer Mirko Markfort.

  

„Die vielfältigen Möglichkeiten am Nürburgring bieten gute Umgebungen für unterschiedlichste Seminare“, ergänzte Armin Link und gab einen Ausblick auf die weiteren Lehrgänge in diesem Jahr.

   

Neben den Aus- und Fortbildungen für die Einsatzteams der Medical Cars (mit Rettungsdienstpersonal und Notarzt besetztes Rettungsfahrzeug für Rennstrecken), der Extrication-Teams (spezielle Rettungsteams für Befreiung verunfallter Rennfahrer aus ihren Fahrzeugen) und dem Lehrgang zum Medizinischen Einsatzleiter (MEL) werden zwei RTTLS-Lehrgänge (gemeinsames Training für Rettungsdienstpersonal und Notärzte, das speziell auf die medizinische Versorgung an Rennstrecken ausgelegt ist) angeboten.

  

Neu sind Schulungsangebote für „Leitende Rennärzte“ im Motorradsport sowie die Ausbildung für Personal der „Medical Intervention Cars“. Das sind spezielle zur medizinischen Versorgung eingesetzte Rettungsfahrzeuge im Rallyesport, die zusätzlich über technisches Rettungsgerät wie Schere und Spreizer – bekannt von den Rüstwagen der Feuerwehr - verfügen.



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