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DTM Interview Nürburgring: Sechs Fragen an René Rast

Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG


DTM Interview Nürburgring: Sechs Fragen an René Rast

Nürburgring: René, im vergangenen Jahr hast du auf dem Nürburgring deine Serie von 6 Siegen in Serie gestartet. Liegt dir der Nürburgring besonders gut?
  
René Rast: Ich würde nicht sagen, dass der Nürburgring mir grundsätzlich besonders gut liegt. Im Vergleich zu anderen Rennstrecken bin ich aber deutlich öfter hier. Dementsprechend kenne ich gefühlt jeden Grashalm am Nürburgring und jede Bodenwelle und war in der Vergangenheit auch hier schon öfter erfolgreich als auf anderen Strecken. Generell bin ich gerne am Nürburgring, auch außerhalb von Veranstaltungen, weil es einfach eine Strecke mit Charakter und Historie ist.
  
Nürburgring: Du musstest dich an vielen Stationen deiner Karriere immer wieder durchbeißen. Was hat dir dabei geholfen, dass du heute zu den erfolgreichsten Fahrern der DTM gehörst?

  
René Rast: Wahrscheinlich genau das. Der Weg nach oben war sehr lang und sehr steinig. Ich musste mich immer wieder aufs Neue beweisen und habe auch Rückschläge erlitten. Ich glaube so etwas macht einen nur stärker und es hat mich zu einem besseren und ausgereifteren Rennfahrer gemacht. Im Endeffekt weiß ich nicht, ob ich Erfolg gehabt hätte, wenn ich früher in die DTM gekommen wäre. Aber, so wie es heute ist, bin ich zufrieden.
  
Nürburgring: Die DTM hat in den vergangenen Jahren viele Innovationen in seinem Reglement verankert, um spannende Rennen für die Zuschauer zu garantieren. Welche davon funktionieren aus deiner Sicht am besten?
  
René Rast: Gerade mit dem Mehr an Leistung und der Beanspruchung der Reifen, die wir dieses Jahr sehen. Das führt zu spannenden Rennen – auch die Neuerung mit dem Re-Start in Zweierreihen nach einer Safety Car-Phase. Wir selbst wissen auch zehn Minuten vor Ende des Rennens nicht, ob es sich noch einmal komplett umdreht.
  
Nürburgring: Le-Mans-Fahrzeuge, GT3, IMSA-Prototypen: Es gibt wohl kaum eine aktuelle Rennwagen-Klasse, in der Du noch nicht gesessen hast. Wo ist die DTM da einzuordnen – was den Anspruch, aber auch den Fahrspaß angeht?
  
René Rast: Das DTM-Auto ist mit das komplexeste, was ich je gefahren bin. LMP1 ist natürlich, bezüglich der Technologie, noch ein Stück weiter gewesen durch das Hybridsystem. Aber die DTM ist, was das Feintuning angeht, mit auf dem höchsten Niveau. Da macht wirklich jeder halbe Millimeter einen riesen Unterschied aus. Beim Fahrspaß zählt das DTM-Auto zu meinen persönlichen Top drei. Ein Tourenwagen von außen, darunter aber ein Prototyp, der sich ähnlich fahren lässt wie ein Formelauto. Ein Auto, das viel Abtrieb, starke Bremsen und sehr viel Leistung hat – also eigentlich das Rundumsorglos-Paket für einen Rennfahrer.
  
Nürburgring: Nun bist du bei deinen Fans nicht nur wegen der Erfolge beliebt, sondern auch, weil du sie insbesondere über soziale Netzwerke an deinem Leben teilhaben lässt. Was ist die Motivation, sich im Netz so reinzuhängen – und wo sind deine Grenzen?
  
René Rast: Social Media ist natürlich ein riesen Thema geworden, gerade in den letzten zwei, drei Jahren. Wir machen das gerne, weil wir uns authentisch darstellen wollen und die Interaktion mit den Fans mögen. Grenzen gibt es hier auf jeden Fall. Mein Privatleben und meine Familie sind Themen, die ich nahezu komplett außen vor lasse. Aber alles andere versuche ich natürlich so gut wie möglich zu zeigen. Die Menschen interessiert, was hinter den Kulissen passiert und wie ein Tag aussieht, wenn ich kein Rennen fahre. Das ist mittlerweile Teil des Berufes, macht aber auch viel Spaß, wenn man sieht, wie es Früchte trägt..
   
Nürburgring: Lass unsere Leser teilhaben an den Vorbereitungen auf den DTM Lauf in der Eifel. Was ist der Nürburgring für eine Strecke und welche Besonderheiten siehst Du?
  
René Rast: Der Nürburgring ist insgesamt eine sehr technische Strecke mit einem ersten, eher langsamen Teil. Die erste Kurve wird im ersten Gang gefahren. Danach folgen meistens 2-3 Gang kurven, eine wirkliche Highspeed Kurve haben wir nicht. Klar gibt es den Advan-Bogen, der ist aber im fünften und sechsten Gang eher eine Vollgas-Passage, als eine Kurve. Alle anderen Kurven sind wirklich sehr technisch, hier ist mechanischer Grip gefragt. Man muss sehr präzise sein, immer gut auf die Kurvenausgänge achten und die Leistung im richtigen Moment auf den Asphalt bekommen. Ich denke das sind die Schlüsselfaktoren. Für mich bietet der Nürburgring eines der schönsten Rennen im Kalender, viel Historie und ist immer gut besucht. Dementsprechend eines meiner absoluten Favoriten-Rennen dieses Jahr.


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