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Kategorie: 2017, WEC News & Storys, WEC
19.04.2017

WEC-Saisonauftakt: Toyota schlägt Weltmeister Porsche

Der deutsche Lauf der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) vom 14. bis 16. Juli auf dem Nürburgring ist ein Saison-Highlight: Die Fans können sich nach spannungsgeladenen Gastspielen 2015 und 2016 zum dritten Mal auf die tollen Fights der Königsklasse des Sportwagen- und GT-Sports freuen. Fahrer und Teams gehen besonders ehrgeizig in diesen vierten Saisonlauf am „Ring“, denn erneut wird hier die Revanche für die dritte WEC-Runde im Rahmen der legendären 24 Stunden von Le Mans ausgetragen. Etwas Besonderes ist das Rennen auch für die in der WEC-Top-Klasse LMP1 engagierten Werke. Schließlich entwickeln sowohl Porsche als auch Toyota ihre spektakulären Hybrid-Boliden in Deutschland. Der spannende WEC-Auftakt am Wochenende im britischen Silverstone hat die Vorfreude nun noch einmal angeheizt. Auch 2017 ist das heiße Duell zwischen Le-Mans-Sieger und Weltmeister Porsche und Herausforderer Toyota dramatisch eng. Tickets für die „FIA WEC – 6 Hours of Nürburgring“ gibt es im Vorverkauf direkt über die Nürburgring-Tickethotline 0800 2083200 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz) oder im Nürburgring Online-Shop. Das Tagesticket für Sonntag kostet 30 Euro (VVK), das Wochenendticket 35 Euro (VVK). Weitere Ticket-Infos und alles Wissenswerte rund um die FIA WEC auf dem Nürburgring gibt es hier.

Die WEC-Saison 2017 bringt einige Änderungen mit sich. Audi hat sich aus der LMP1 verabschiedet, und einige bekannte Piloten sind nicht mehr mit von der Partie. Die Show der spektakulärsten Rennwagen der Welt mit moderner Hybrid-Technik, aber auch der GT-Sportwagen von berühmten Herstellern wie Aston-Martin, Ferrari, Ford und Porsche hat das keinen Abbruch getan: Sie ist weiterhin so aufregend wie in den beiden letzten Jahren, wie sich beim Saisonauftakt bei den „6 Hours of Silverstone“ zeigte.

Toyota sichert sich spektakulären Last-Minute-Sieg
Dort lieferten sich Toyota und Porsche ein Speed- und Taktik-Duell, das erst elf Minuten vor Ende des Rennens durch ein beherztes Überholmanöver von Toyota-Pilot Sebastien Buemi aus der Schweiz gegen den Neuseeländer Brendon Hartley im Porsche entschieden wurde. Buemi, der sich das Cockpit des Toyota TS050 HYBRID mit dem Japaner Kazuki Nakajima und dem Briten Anthony Davidson teilte, fuhr danach den Auftaktsieg der aus Köln operierenden Japaner nach Hause. Das von der Pole-Position gestartete Schwesterauto war nach einem Crash des dreimaligen Tourenwagen-Weltmeisters José-María López ausgeschieden. Der Argentinier Lopez, der mit dem Briten Mike Conway und dem Japaner Kamui Kobayashi fuhr und bei dem Unfall in seinem ersten WEC-Rennen unverletzt blieb, ist der einzige Neuling im Fahrerkader von Toyota.

Neu-formiertes Porsche-Team holt zwei Podiumsplätze
Größer waren dagegen die personellen Veränderungen bei Porsche. Neben dem ehemaligen Formel-1-Piloten Mark Webber aus Australien, dem WEC-Champion von 2015, hatten sich nach dem WM-Titel 2016 auch Marc Lieb und der Franzose Romain Dumas bei den Zuffenhausenern verabschiedet. So muss der Schweizer Neel Jani die „Mission Titelverteidigung“ mit zwei neuen Kollegen angehen. Der Brite Nick Tandy, Le-Mans-Sieger von 2015, rückte teamintern in den Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer 1 auf, der Duisburger André Lotterer kam von Audi und brachte die Empfehlung von drei Le-Mans-Siegen und einem WM-Titel mit. In ihrem ersten gemeinsamen Rennen fuhren diese drei Piloten auf den dritten Rang hinter Hartley, dessen Landsmann Earl Bamber und Timo Bernhard im Schwesterauto.

Frühe Taktik-Weichenstellungen auch für das Rennen am „Ring“
Die Porsche-Verantwortlichen waren mit den beiden Podiumsplätzen zum Saisonauftakt und vor allem dem geringen Rückstand auf Toyota hoch zufrieden und feierten das fast wie einen Sieg. Die Stuttgarter hatten sich für das Rennen in Silverstone bewusst für eine Aerodynamik-Version mit weniger Abtrieb entschieden, was ihnen bessere Möglichkeiten im späteren Saisonverlauf bieten soll. Das gilt auch für die „6 Hours of Nürburgring“, bei denen Porsche in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge triumphieren will. Schon 2015 und 2016 hatten die Stuttgarter in der Eifel jeweils nach ihren Le-Mans-Siegen auch die folgende Revanche auf dem Nürburgring für sich entschieden. Im siegreichen Porsche 919 Hybrid saßen beide Male Timo Bernhard und Brendon Hartley, die im Juli damit auch ihren persönlichen Hattrick feiern könnten. Sowohl bei der Premiere der „6 Hours of Nürburgring“, bei der die Tradition des bereits 1953 geschaffenen 1000-km-Rennens wieder auflebt, als auch beim zweiten Auftritt im vergangenen Jahr siegten sie dabei vor vollem Haus: 58.000 Zuschauer strömten 2016 an die Strecke und erlebten Sportwagen-Action der Extraklasse. Und das nicht nur in der Sportwagen-Königsklasse LMP1, sondern auch in den drei weiteren WEC-Kategorien, die für ein volles Starterfeld und viel Spektakel auf der Grand-Prix-Strecke sorgten.



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