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Kategorie: 2017, Jubiläum
18.05.2017

Tag und Nacht durch die Eifel – seit den 60ern

  • Nordschleife galt lang als zu hart für 24-Stunden-Rennen
  • Zwölfstündige  „Sonderprüfungsfahrt“ begründete die heutige 24h-Tradition
  • Aus der nächtlichen Rallye wurde 1967 ein 24-Stunden-Event

 

Nürburg. Vom 25. bis 28. Mai ist es wieder soweit: die Eifel und Motorsport-Deutschland stehen im Zeichen des 45. ADAC Zurich 24-Rennens, bei dem mehr als 160 Fahrzeuge auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt um den Sieg kämpfen. Die Tradition des legendären „Eifel-Marathons“ begann am 27./28. Juli 1970 mit dem Sieg von Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck und Clemens Schicketanz in einem BMW 2002TT. Die entscheidenden Schritte bis zur Geburt des heute größten Rennens der Welt mit den meisten Teilnehmern und der längsten Strecke wurden aber schon früher gemacht: Die Tradition reicht zurück bis in die 60er Jahre.

Die ersten Ideen eines 24h-Rennens wie in Le Mans oder Spa-Franchorchamps hatte es schon mehr als ein Jahrzehnt zuvor gegeben. Doch wegen der für Mensch und Material zu anspruchsvollen Nordschleife wurden sie wieder verworfen. Stattdessen wurde das 1000-km-Rennen geschaffen, das 1953 seine Premiere feierte – und zum Klassiker wurde. Auch heute steht der Lauf der FIA Langstrecken-WM (WEC), die „6 Hours of Nürburgring“, in der Tradition der 1000 km.

520 Kilometer durch die Nacht
Doch 1965 wurden erneut Überlegungen zu einer Langstrecken-Veranstaltung diskutiert – und diesmal auch realisiert. Am 17./18. Juli veranstaltete der MSC Langenfeld die erste „ADAC-12-Std.-Sonderprüfungsfahrt-Nürburgring“ für Sport- und Tourenwagen sowie GT-Fahrzeuge. 150 Teams waren bei der Premiere in der nächtlichen Eifel dabei, die allerdings eher eine Rallye war. Nach dem Start um 20:00 Uhr waren rund 520 Kilometer in Wertung zu absolvieren. Den Löwenanteil machte eine Gleichmäßigkeitsprüfung über 20 Runden auf der Nordschleife aus, daneben standen vor der Zieldurchfahrt am Morgen insgesamt acht nächtliche Sonderprüfungen auf Teilstücken der Nordschleife auf dem Programm.

Vom Ausdauertest über die Rallye zum Rennen entwickelt
Das neue Format, ab der zweiten Austragung mit leicht verkürzter Distanz von insgesamt 420 Kilometern, kam gut an. So gut, dass 1967 schon im dritten Jahr zusätzlich eine zweite Veranstaltung über die doppelte Länge ins Leben gerufen wurde. War die Premiere am 24. und 25. Juni 1967 noch eine „Dauer- und Leistungsprüfung“ über 24 Stunden für Tourenwagen und GT-Fahrzeuge und als „Test“ ausgeschrieben, wurde die Veranstaltung schon im folgenden Jahr als vollwertige „Rallye“ durchgeführt. Die Rolle des Veranstalters hatte der ADAC Nordrhein übernommen, während die routinierte Mannschaft des MSC Langenfeld für die sportliche Ausrichtung zuständig war. Und erneut dauerte es nur zwei Jahre, bis die nächste Änderung verkündet wurde. Bei der Siegerehrung der 24-Stunden-Prüfung 1969 gaben die Verantwortlichen von ADAC Nordrhein und MSC Langenfeld bekannt, dass es ab 1970 ein „echtes“ 24h-Rennen geben werde. Der Rest ist Motorsport-Geschichte!



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