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Kategorie: 2017, WEC News & Storys, WEC
19.04.2017

Klassensieg für Ford GT, Porsche 911 RSR mit starkem Debüt

In der Klasse LMGTE PRO der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) können sich die deutschen Zuschauer auch in diesem Jahr auf Markenvielfalt einstellen. Neben Aston Martin, Ferrari und Ford ist nach einjähriger Abstinenz auch Porsche wieder werksseitig vertreten. Die Stuttgarter brachen bei der Konstruktion des neuen Porsche 911 RSR dabei sogar mit einer Tradition. Der neue GT-911er trägt den Motor nicht mehr klassisch wie seine Vorgänger und Vorbilder aus Rennsport und Serie im Heck. Die Konstrukteure schoben den Vierliter-Boxermotor vor die Hinterachse und machten aus dem neuen GT-Renner damit quasi einen Mittelmotor-Sportwagen, das Getriebe rückte dafür ins Heck. Die Vorteile der neuen Anordnung sind eine bessere Gewichtsverteilung und eine verbesserte Aerodynamik, weil im Heck jetzt ohne den Motor mehr Platz für einen größeren Diffusor ist. Die erste Runde allerdings ging an einen etablierten Konkurrenten: Ford – am Nürburgring wegen der Nähe zur Kölner Europazentrale mit Heimrecht – gewann in Silverstone.

Porsche hatte sich 2016 ganz auf die Entwicklung des neuen 911 RSR konzentriert und sich daher nicht offiziell in der LMGTE PRO engagiert. Stattdessen spulten die Zuffenhausener mehr als 35.000 Test-Kilometer mit ihrem neuen Baby ab, das nach seiner Rennpremiere mit einem zweiten Platz bei den 24 Stunden von Daytona jetzt beim Saisonauftakt in Silverstone auch sein WEC-Debüt feierte.

Dabei gab es für das Porsche GT Team durchaus Grund zum Feiern, denn der Österreicher Richard Lietz und der Franzose Frédéric Makowiecki fuhren als Dritte direkt ein Podiumsergebnis ein. Dabei hatte das Porsche-Duo zwischenzeitlich das Rennen sogar angeführt, erst ein letzter Tankstopp kurz vor Ende des Rennens warf Makowiecki vom ersten auf den vierten Platz zurück, bevor sich der Franzose noch mit einem starken Schlussspurt den dritten Rang sicherte. Auch das Schwesterfahrzeug mit dem Dänen Michael Christensen und dem Franzosen Kévin Estre fuhr lange in der Spitzengruppe mit, bis Estre wegen eines technischen Problems ausrollte.

Ford siegt in Silverstone
Der Sieg ging an den Ford GT mit dem ehemaligen Tourenwagen-Weltmeister und DTM-Piloten Andy Priaulx, dessen britischen Landsmann Harry Tincknell und dem Brasilianer Pipo Derani nach einer spektakulären Aufholjagd. Das Trio des amerikanischen Chip-Ganassi-Rennstalls war wegen einer sich lösenden Tür zurückgefallen, profitierte dann aber von einer Safety-Car-Phase. Es holte sich schließlich doch noch den Sieg vor einem Ferrari. Der frühere DTM-Pilot Stefan Mücke aus Berlin belegte im Schwesterauto Rang vier.

Auch die Klasse LMGTE AM bot Hochspannung bis in die letzte Runde. Hier lag der Portugiese Pedro Lamy, ehemaliger Formel-1-Fahrer und mit fünf Siegen Rekordgewinner des 24h-Rennens auf dem Nürburgring, in seinem Aston Martin in Führung. Doch durch eine Kollision mit seinem Verfolger, dem Ex-DTM-Piloten Miguel Molina (Ferrari), verlor er den greifbar nahen Sieg und kam auf Rang zwei ins Ziel. Glückliche Profiteure waren das Team Clearwater Racing aus Singapur in einem Ferrari, das zum Auftakt seiner ersten kompletten WEC-Saison gleich den ersten Sieg feierte. Rang drei ging an das Porsche-Kundenteam Dempsey Proton Racing mit dem Italiener Matteo Cairoli und den beiden Deutschen Christian Ried und Marvin Dienst.



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