Media-Bereich Nürburgring

Besondere Ehren für einen besonderen Rennfahrer

Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH

Besondere Ehren für einen besonderen Rennfahrer

Nürburgring würdigt Stefan Bellof und seinen einzigartigen Rekord auf der Nordschleife

Neben 500 historischen Fahrzeugen beim AvD Oldtimer-Grand-Prix stand ein Rennwagen besonders im Blickpunkt: Der Porsche 956.007, mit dem Stefan Bellof am 28. Mai 1983 die Nordschleife in 6:11:13 Minuten umrundete. Ein Rekord für die Ewigkeit. Der Nürburgring würdigte die Leistung Bellofs, der als einer der talentiertesten deutschen Fahrer in die Geschichte einging und nur zwei Jahre später in Spa-Franchorchamps tödlich verunglückte, mit einem „Stefan-Bellof- Tribut“. In diesem Rahmen wurde nicht nur ein Ausstellungsbereich im ring°werk zu seinen Ehren eingerichtet, sondern auch eigens ein Streckenabschnitt nach ihm benannt: das „Stefan-Bellof-S“.

Viele Gäste bei der Eröffnung der Stefan-Bellof-Ausstellung
Das Tribut an Stefan Bellof startete mit der Eröffnung der Ausstellung im ring°werk. Bei kostenlosem Eintritt waren verschiedene Unikate aus seiner Karriere wie dem erstmals öffentlich ausgestellten Formel 2 Maurer MM83-BMW, sein Rennanzug oder das Rekordfahrzeug von 1983, der Porsche 956.007, allen Besuchern zugänglich. Auch zahlreiche geladene Gäste aus Bellofs Karriere wie Striezel Stuck, Christian Danner, Manfred Jantke, Jochen Maas, Klaus Bischoff und natürlich sein Vater Georg Bellof verfolgten den Abend unter der Moderation von Rainer Braun, der seinerzeit zu Bellof eine freundschaftliche Beziehung pflegte und so einige Geschichten zu berichten wusste. So auch zu der Rekordfahrt: „Stefan sagte noch am Vorabend zu mir: ´Das geht noch schneller´- ich habe ihm geantwortet: `Du spinnst doch`. Wohin es geführt hat, haben wir ja gesehen“, erinnerte sich Braun, der auch den Charakter neben der Rennstrecke bestens kannte: „Der Stefan ist auch schon mal bei der Suche nach Sponsoren unangemeldet in eine Vorstandssitzung geplatzt und hat gesagt: `Jetzt bin ich schon mal hier, jetzt können wir auch reden` - so war er halt.“ Alle Weggefährten waren sich einig, mit Bellof einen freundlichen, fröhlichen und offenen Menschen gekannt zu haben. „Es ist schön, dass der Junge in den Erinnerungen der Menschen weiterlebt und auch über seinen Tod hinaus als fairer Sportsmann ein Vorbild bleibt. Die Ausstellung gibt mit den Zitaten und Bildern genau das wieder, was den Stefan ausgemacht hat – das ist einfach toll“, sagte Vater Bellof, nachdem die Fahrzeuge und die StefanBellof-Wand enthüllt wurden. „Ein besonderer Dank gilt der Nürburgring Betriebsgesellschaft und den Jungs des Stefan-Bellof-Fanclubs, die diese tolle Sache initiiert haben.“ Die ehemalige Lebensgefährtin Angelika Grohs (geb. Langner) war sichtlich gerührt und dankbar: „Wenn der Stefan das von oben sehen kann, fühlt er sich bestimmt sehr geehrt. Der Nürburgring war seine Lieblingsstrecke und auch ich komme bis heute gerne hier her.“

19 Fotos und lebhafte Erinnerungen
Nach den Feierlichkeiten ging der Abend im ring°kino weiter. Neben einer Onboard-Runde über die Nordschleife im Porsche 956 und einem Film über das 1000km-Rennen 1983 erweckte Rainer Braun mit den Zeitzeugen 19 Fotos aus Bellofs Karriere zum Leben. Im Gespräch kamen hier so manche Randgeschichten mit Unterhaltungscharakter der „alten Haudegen“ zum Vorschein. Besonders der ehemalige Renningenieur Bellofs Klaus Bischoff konnte zu jedem Bild nicht nur die Geschichte, sondern auch die Stimmungen und Gedanken Bellofs erzählen.

Das neue Stefan-Bellof-S auf der Nordschleife
Für die Fans rund um die Strecke drehte der berühmte Porsche 956.007, mit dem die Rekordzeit gefahren wurde, am Samstag Demo-Runden über die Nordschleife. Der Fahrer am Steuer des Autos war kein geringerer als der ehemalige Fahrerkollege Bellofs Derek Bell. Kurz vor dem Streckenabschnitt Schwalbenschwanz stoppte der britische Rennfahrer, um dort den entsprechenden Rahmen für den Höhepunkt des Stefan-Bellof-Tributs zu schaffen. Im Beisein von Verwandten, Freunden und Fans wurde die Kurvenkombination zwischen den Streckenabschnitten Pflanzgarten und Schwalbenschwanz in „Stefan-Bellof-S“ getauft. Ein einschneidender Schritt, den sich der Nürburgring gut überlegt hatte. „Es ist eine große Besonderheit, wenn auf so einer historisch gewachsenen Strecke wie der Nordschleife ein Streckenabschnitt hinzukommt. Die Abschnittsnamen sind während der Bauphase von 1925 bis 1927 entstanden und lediglich das Karussell wurde einmal in Caracciola-Karussell umbenannt, weil dieser als einziger den Graben im Inneren des Karussells nutzte, um schneller als die Konkurrenz zu sein. Für uns steht Bellof fahrerisch mit ihm in einer Reihe und sein Rekord wird wohl ewig mit der Nordschleife verbunden bleiben“, erklärte der Geschäftsführer der Nürburgring Betriebsgesellschaft Dr. Karl-Josef Schmidt. „Wir sind der Familie, den Weggefährten, Freunden und Fans dankbar für die tolle Unterstützung, die zum Gelingen dieses Events entscheidend beigetragen haben.“

Weitere Infomationen:

Stefan Bellof
Am 20. November 1957 in Gießen geboren gilt Stefan Bellof bis heute als eines der größten deutschen Talente im Motorsport und war der erste deutsche Rennfahrer, der einen Weltmeistertitel auf der Automobil-Rundstrecke erringen konnte. 1984 wurde er Langstrecken- Meister, Fahrer-Europameister und Deutscher Rennsportmeister. Bis heute ist Stefan Bellof der einzige, der die Nordschleife mit einem Schnitt von über 200 km/h umrundete. Beim Training zum 1000km-Rennen auf dem Nürburgring stellte er so den Rekord von 6:11:13 Minute auf. Am 1. September 1985 verunfallte Bellof beim 1000km-Rennen in Spa-Francorchamps schwer, nachdem er in der „Eau Rouge“ mit dem Belgier Jacky Ickx kollidiert war. Der Aufprall gegen einen hinter den Leitplanken stehenden Betonpfeiler war dermaßen hart, dass er seinen Verletzungen erlag.

Stefan-Bellof-Ausstellung
Die Stefan-Bellof-Ausstellung im ring°werk soll an den großartigen Menschen und Rennfahrer Stefan Bellof sowie an seinen Rekord auf der Nordschleife erinnern. Neben Fahrzeugen und Unikaten aus Bellofs Karriere gedenkt eine eigens entworfene Gedenkwand mit Zitaten und Fotos an den deutschen Rennfahrer. Die Ausstellung ist Teil der Attraktionen im ring°werk und kann zu den normalen Öffnungszeiten besichtigt werden.

Stefan-Bellof-S
Die Kurvenkombination zwischen dem Sprunghügel im Pflanzgarten und dem Streckenabschnitt Schwalbenschwanz trägt ab sofort den Namen „Stefan-Bellof-S“. Nicht nur der Rekord, sondern auch diese Stelle sind fest mit Bellof verbunden. Nachdem er am Vortag den Rekord von 6:11:13 gefahren hatte, verunfallte er hier im Rennen schwer. Beim Sprunghügel bekam sein Auto Unterluft und flog unkontrolliert von der Fahrbahn ab. Bellof entstieg völlig unbeschadet seinem Fahrzeug und schrieb den Zuschauern am heutigen „Stefan-Bellof-S“ schon wieder Autogramme.


Downloads:

 

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Pressefoto Stefan-Bellof-S (jpg)

Pressefoto Porsche 956.007 (jpg)

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