Geschichte des Eifelrennens

Geschichte des Eifelrennens

Ab 1922 wurden unter dem Titel „ADAC Eifelrundfahrt" bis 1926 vier Rennen rund um Nideggen ausgetragen. Mit der Eröffnung des Nürburgrings im Jahr 1927 „verlegte" der damalige Veranstalter, der ADAC Rheinland (Vorläufer des heutigen ADAC Nordrhein), sein Rennen auf die neue Rennstrecke und gab ihm den Namen „ADAC Eifelrennen".

 

Bis heute hat das Eifelrennen seinen festen Platz im Terminkalender des Nürburgrings - bis 1974 starteten jeweils Motorräder und Automobile, seitdem „nur" noch die „Vierräder". Nicht vergessen werden soll, dass das Eifelrennen in den Jahren 1965, 1968, 1970, 1972 und 1974 zur Motorrad-Straßen-Weltmeisterschaft zählte.

Geschichte des Eifelrennens
Eifelrennen 1935, Rudolf-Caracciola (Sieger)

Caracciola wurde nach dem Premierensieg unsterblich

 

Bei der Premieren-Veranstaltung im Jahr 1927 waren Rudolf Caracciola bei den Automobilen und Toni Bauhofer bei den Motorrädern die Schnellsten. Caracciola erarbeitete sich in den folgenden Jahren als Erster den Titel „Meister des Nürburgrings". Seine Widersacher in der Eifel stellen das Who-is-who der damaligen Top-Piloten dar. Louis Chiron, Tazio Nuvolari, Bernd Rosemeyer, Hans Stuck oder Hermann Lang waren nur einige der Stars der frühen Tage. Auch die Weltwirtschaftskrise Ende 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre kann in den Annalen des Rennens nachgelesen werden - ebenso die Geburt der Silberpfeile, die legendäre Duelle zwischen den Grand-Prix-Rennwagen von Auto Union und Mercedes-Benz während der Vereinnahmung des Rennens durch den Nationalsozialismus in den Jahren 1934 bis 1939 und das jähe Ende mit Kriegsbeginn.

Geschichte des Eifelrennens

Die Motorrad-Stars bestimmten nach dem Krieg das Renngeschehen

 

In den ersten Nachkriegsjahren war es zunächst der Motorradsport, der beim Eifelrennen die Hauptrolle spielte, einmal weil Auto Union und Mercedes nicht starteten, zum zweiten, weil Zweirad-Vorkriegs-Asse wie zum Beispiel Georg „Schorsch" Meier auf BMW oder die Motorrad-Weltmeister Rupert Hollaus und Werner Haas auf NSU bei den Motorrädern gewannen.

 

Außerdem bildete - ganz typisch für die Zeit des Wiederaufbaus - der Sport auf zwei Rädern die preisgünstigere und (zumindest zeitweise) populärere Variante.

Seit den 60er-Jahren: Motorrad- und Formel-2-Mekka

 

Mitte der 1950er-Jahre ging der Motorradboom allmählich zu Ende. Auch das Eifelrennen bekam nach 1955 (Mercedes startete mit einem Werksteam und Formel-1-Weltmeister Juan Manuel Fangio gewann das Sportwagen-Rennen) Probleme. Ein Neuanfang war nötig. Aus den Formel-Junior-Rennen 1959 im Rahmenprogramm entwickelte sich dann das Rennformat, das fast 20 Jahre lang erfolgreich Bestand hatte: Die neue Formel 2 stand von 1964 bis 1983 beim Eifelrennen im Mittelpunkt. Zu den Protagonisten gehörten unter anderem Jim Clark und Jochen Rindt, Jackie Stewart und Jochen Mass, Marc Surer und Thierry Boutsen.

Geschichte des Eifelrennens

Deutsche Rennsport-Meisterschaft und DTM waren die Zugpferde der 70er und 80er

 

Parallel zur Formel 2 entwickelte sich ab den 1970er-Jahren ein weiteres Zugpferd, das später zu einer weiteren Blütezeit des Eifelrennens führte: Sport- und Tourenwagen zogen nun die Fans an der Strecke in ihren Bann.

 

Wieder hatte das Eifelrennen eine Schlüsselstellung, denn hier ging im Jahr 1972 das erste Rennen der Deutschen Rennsport-Meisterschaft über die Piste. Sie etablierte sich als Topklasse im nationalen (und später im internationalen) Motorsport, ab 1986 war das Eifelrennen ein Lauf zur Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). 16 Jahre lang war das Rennen Top-Event der Racer mit „Dach über dem Kopf": zunächst für die DTM, später für ITC und STW (Supertourenwagen).

Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts brach diese Tradition ab. Das Eifelrennen wurde zuletzt 2004 als Sportwagenrennen im Rahmen der LMES (Le Mans Endurance Series) ausgetragen und kehrte damit zurück zu seinen Wurzeln als Sportwagen-Rennen - wie 1927 bei der ersten Austragung.

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