Sie befinden sich hier: Service > Mythos Nürburgring > Nordschleife > Streckenabschnitte

Streckenabschnitte

Seit des Baubeginns 1925 und in den darauffolgenden Jahren bekamen die Streckenabschnitte der Nordschleife ihre geschichtsträchtigen Namen, die bis heute Bestand haben. Hier gibt es einen ausführlichen Überblick über die Lage der Abschnitte und die Geschichte ihrer Namensgebung.

0 km - Antoniusbuche

Hier stand früher eine riesige Buche, an deren Fuße sich ein dem heiligen Antonius geweihter Altar befunden haben soll. Die Buche stand links neben der Rennstrecke und fiel 1935 zugunsten der neuen B 258.

1 km - Tiergarten

Ehemaliger Begräbnisplatz für die im Kampf umgekommenen Tiere.

1km - Hohenrain

Hochgelegene Wiese entlang der Bremskurve.

2 - 3 km - Hatzenbach

Der kleine, gleichnamige Bach verläuft hier neben der Strecke.

3 km - Hocheichen

Vor der Bauzeit waren hier mächtige Eichenwälder, die teilweise abgeholzt wurden mussten.

3 - 4 km - Quiddelbacher-Höhe

Bergrücken über der Ortschaft Quiddelbach.

4 km - Flugplatz

Ehemaliges Segelfluggelände, welches sich links neben der Rennstrecke befand.

5 km - Schwedenkreuz

Hans Friedrich Datenberg, damaliger Bürgermeister von Kehlberg und Steuereintreiber von Adenau, wurde 1638 an dieser Stelle von streunenden schwedischen Soldaten beraubt und erschlagen. Das 2,90 m große Kreuz ist noch vorhanden.

5 - 6 km - Aremberg

Gleichnamiger Berg und gleichnamige Ortschaft liegen in der Nähe.

6 km - Fuchsröhre

Hier gerieten die Bauarbeiten der Nordschleife ins Stocken. Ein aufgescheuchter Fuchs hatte sich in eine Drainagenröhre verkrochen. Die Bauarbeiter gaben dem Streckenabschnitt spontan seinen heutigen Namen.

7 km - Adenauer Forst

Waldgebiet der Gemeinde Adenau

7 - 8 km - Metzgesfeld

Im Grundbuch eingetragene Flurbezeichnung. Eigentümer der dortigen Felder war ein Mertges.

8 km - Kallenhard

Der Abschnitt war am Berg mit Bäumen bewachsen genannt Hart. Auf dem Berg war jedoch nur Strauchwerk und Heide --> kalt und kahl. Daher kommt der Name Kallenhard.

8 - 9 km - Wehrseifen

Seifen ist der keltische Begriff für Tal. Zudem lag hier früher im Tal ein Übungsgelände der Bürgerwehr. Der Wehrseifen stellte eine Art Grenze zwischen den Herrschern von Adenau und denen von Breidscheid dar. Früher stand hier sogar ein Grenzstein.

9 km - Ex-Mühle

Hier stand eine Mühle außerhalb ("ex") Adenaus. Ursprünglich sollte dort die Start- und Zielanlage errichtet werden. Der Mühlenbesitzer weigerte sich aber, die notwendigen Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Die Kurve wurde auch häufig als "Junek-Kurve" bezeichnet, nach dem 1928 hier tödlich verunglückten Victor Junek.

11 km - Bergwerk

Bis ca. 1900 war hier ein Blei- und Silberbergwerk in Betrieb, welches geschlossen wurde, da es nicht mehr genug förderte.

12 km - Kesselchen

Die Bezeichnung entstand während der Bauarbeiten, da die Strecke hier durch einen Talkessel führte.

13 km - Klostertal

Ist der Abschnitt zwischen Kesselchen und Karussell. Im 14. Jahrhundert gab es hier einen Johanniter-Orden. Im 18 Jahrhundert wohnte dort ein Einsiedlermönch, der Hilfsbedürftigen zur Seite stand.

13 km - Steilstrecke

Die Steilstrecke, die bei gleichnamigem Streckenabschnitt geradaus durch den Wald führen würde, wurde ursprünglich für Automobiltests gebaut. Bis zu  27 % Steigung waren damals für Fahrzeuge richtige Härtetests, es sollen sich sogar welche rückwärts überschlagen haben. Die gut erhaltene Steilstrecke, die heute nicht mehr befahren wird, überqueren Besucher, die zum Caracciola-Karussell gehen.

13 - 14 km - Carraciola-Karussell

Ein Steilwand-Kreisel als Bestandteil der Strecke, der 1932 betoniert wurde. Benannt wurde es nach dem berühmten Rennfahrer Rudolf Caracciola (1901-1959).

14 - 15 km - Hohe Acht

In der Nähe der Rennstrecke steht der gleichnamige Berg. Mit 746 Metern ist er der höchste Punkt der Eifel.

15 km - Hedwigshöhe

Benannt nach dem Vornamen der Ehefrau von Landrat Dr. Creutz, dem geistigen Urvater des Nürburgrings. Sie genoss dort die Aussicht, während ihr Mann auf der Baustelle war.

15 km - Wippermann

Benannt nach dem Auf- und Abwippen in diesem Streckenabschnitt, besonders vor dessen Entschärfung.

15 - 16 km - Eschbach

Namensgeber sind ein gleichnamiger Bach und der Ort Herresbach-Eschbach. Ursprünglich standen dort zudem viele Eschen.

16 km - Brünnchen

Ein Quellgebiet. Von hier aus führten um die Jahrhundertwende Bewässerungsleitungen in die Gemeinde Herschbroich.

17 km - Pflanzgarten

Hier befanden sich Gärten und Anbaufelder der Grafen von Nürburg.

18 km - Schwalbenschwanz

Die Planungsingenieure erfanden diesen Namen. Aus der Vogelperspektive sieht dieser Abschnitt wie das Ende eines Schwalbenschwanzes aus.

18 - 19 km - Galgenkopf

Hier war die ehemalige Richtstätte der Grafen von Nürburg und der Galgen an dem öffentliche Hinrichtungen vollzogen wurden.

19 - 20 km - Döttinger Höhe

Benannt nach der nahen Ortschaft Döttingen.